BOCKHORN - Ihre Goldene Hochzeit feiern am Freitag, 16. September, Jochen und Irene Martens, geborene Behrens, in Bockhorn. Natürlich können sie sich noch genau an die Zeit vor 50 Jahren erinnern. „Seine Schwester war meine Arbeitskollegin und Freundin. Wir wollten abends tanzen gehen in Jade auf dem Feuerwehrball. Da stand er so trocken herum, da haben wir ihn mitgenommen“, erzählt Irene Martens. Ihr Ehemann fügt hinzu: „Und schon war alles zu spät.“
Am 14. Januar 1961 wurde getanzt, im April wurde sich verlobt, im September geheiratet. So ging das damals zu.
Irene Martens stammt aus Astederfeld. Mit 14 Jahren verließ sie die Schule und arbeitete in verschiedenen Haushalten, mit 18 fing sie bei Melitta an. 18 Jahre war sie in der späteren Porzellanfabrik beschäftigt, dann wirkte sie als Hausfrau weiter.
Jochen Martens ist ein „waschechter Bockhorner“, wie er sagt. 1938 geboren, ging er nach Schule und Konfirmation noch am gleichen Tag als Mühlengehilfe nach Jade. Später arbeitete er bei Kempermann in Altjührden und auf einem Klostergut im Teufelsmoor. 1960 kam Martens nach Bockhorn zurück und war unter anderem bei Brötje in Rastede beschäftigt. Ab 1968 war Jochen Martens über 32 Jahre als Küster und Friedhofswärter in Bockhorn tätig. Tochter Ute Beck lebt heute auch in Bockhorn, Sohn Uwe Martens in Schleswig-Holstein. Vier Enkel gehören zur Familie.
Die beiden rüstigen Eheleute haben einen großen Freundeskreis, wie sie berichten: „Wir treffen uns monatlich, gehen auch mal Essen. Und die restliche Freizeit, die widmen wir dem Shanty-Chor Bockhorn, wo wir beide Mitglied sind. Das füllt uns aus, da haben wir viele Termine.“ Beide pflegen zudem ihren schönen Garten in Bockhorn. Jochen Martens bedauert nur, dass er die Kaninchenzucht im Verein I 111 Bockhorn aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Sie war seine große Passion über 52 Jahre hinweg.
