BOCKHORN - „Die große Nein-Tonne“ wurde am Mittwoch ins Evangelische Gemeindezentrum an der Lauwstraße in Bockhorn getragen. Sie stand im Mittelpunkt einer Aufführung der „theater pädagogischen Werkstatt Osnabrück.
Späße und Spiele
Zuschauer waren in mehreren Gruppen die ersten und zweiten Klassen der Grundschulen Bockhorn und Grabstede sowie die Vorschulgruppen aus den drei Bockhorner Kindergärten. Die Aktion wurde von der „Gertrud und Hellmut Barthel Stiftung“ (Varel) finanziell unterstützt.
Die beiden Schauspieler Anne Eisenblätter und Steffen Mischur fanden viel Aufmerksamkeit bei den Kindern mit ihren Späßen und Spielen. Aber dahinter steckte natürlich ein pädagogisches Konzept. Es ging um mehr Selbstbewusstsein der kleinen Menschen, darum, gute von schlechten Nein-Gefühlen zu unterscheiden und die minderen eben in der Tonne verschwinden zu lassen. Regeln sind zwar schlecht, aber trotzdem wichtig, der Zwang zum Zähneputzen, zur Pünktlichkeit. Aber die wirklich miesen Nein-Gefühle gehören in die Tonne wie Angst machende Mutproben, oder Geheimnisse, „die ganz viel Bauchweh“ bereiten.
Fester Begriff
Es war richtiges Mitmach-Theater, und die Kinder samt Lehrerinnen und Erzieherinnen sangen dann auch das gemeinsam Motto-Lied: „Fege, fege, lieber Wind, in die Tonne, was uns Nein-Gefühle macht, geschwind.“
Die „theater pädagogische Werkstatt“ ist in der Region ein fester Begriff, ihre Schauspieler waren mit dem Stück „Mein Körper gehört mir“, welches der Prävention gegen sexuelle Gewalt dient, bereits mehrfach in der Friesischen Wehde unterwegs (www.tpw-osnabrueck.de).
