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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Böhse Onkelz Auf Tour In Bremen: Diese Band spaltet wieder die Gemüter

09.11.2016

Bremen Die Böhsen Onkelz haben immer polarisiert, und das nicht zu knapp. Und auch jetzt sorgt die Rockband aus Frankfurt am Main für allerhand Wirbel. Denn die Onkelz wollen nach zwölf Jahren Tournee-Pause wieder auf Deutschland-Tour gehen.

Die zahlreichen Fans freut das, 20 Konzerte in den größten Hallen Deutschlands sind fast alle ausverkauft. Doch nicht überall wurden die mittlerweile leicht angegrauten Rockmusiker mit offenen Armen empfangen: In Bremen, wo recht kurzfristig eine „Generalprobe“ der am 21. November beginnenden Tour vor Publikum für den 16. November (ÖVB-Arena) anberaumt wurde, haben sich viele Veranstalter gegen eine Zusammenarbeit mit der Band ausgesprochen. Auch Sicherheits- und Bühnentechnikfirmen verweigerten ein Engagement.

Der Grund ist die Vergangenheit der Band, von der sie sich seit Jahrzehnten erfolglos versucht zu distanzieren: In ihrer Anfangszeit in den frühen 1980er Jahren waren die Onkelz bekannt für ihre rassistischen und rechtsradikalen Lieder „Türken raus“ und „Deutschland den Deutschen“. Sie hatten entsprechend viele Fans in der rechtsradikalen Szene – und das hat sich bis heute gehalten, obwohl die Band schon seit Ende der 1980er betont, dass diese Lieder Fehler gewesen seien und sie Faschismus und rechter Gesinnung nicht nur den Rücken kehre, sondern den Finger zeige.

Dennoch hat die Band nach wie vor eine starke Anziehungskraft für genau diese Anhänger. Das liegt möglicherweise an den Texten von Onkelz-Kopf Stephan Weidner, die sich oft gegen eine bestimmte Personengruppe richten (zum Beispiel Religiöse, Journalisten) und so ein Gemeinschaftsgefühl à la „Wir gegen die“ erzeugen. Songtitel wie „Fahrt zur Hölle“ oder „Danke für Nichts“ stehen für den entschiedenen, polarisierenden Stil des Quartetts.

Doch so tickt die Band eben, sie prescht nach vorn, sagt ihre Meinung, vorlaut und unverblümt, ohne Kompromisse. Dass man das nicht alles für bare Münze nehmen darf, zeigt die Tatsache, dass sie wieder auf Tournee gehen und ein neues Album auf den Markt gebracht haben („Memento“ erschien am 28. Oktober und stieg auf Platz eins der deutschen Charts ein). Denn: Im Jahr 2004 verkündeten die Onkelz ihr Ende und betonten die Endgültigkeit der Trennung.

Mehr als zehn Jahre später aber fanden Bassist Weidner, Sänger Kevin Russell, Drummer Peter Schorowsky und Gitarrist Matthias „Gonzo“ Röhr, dass es Zeit für ein neues Kapitel der Band sei. Sie geben den Böhsen Onkelz eine zweite Chance. Doch das tut längst nicht jeder.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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