BöSEL - Während Magdalena Aufenanger von ihren Aufgabe als Sekretärin des Euro Bösel e.V. berichtet, geht sie im Kopf schon wieder die Liste der Dinge durch, die sie an diesem Tag noch zu erledigen hat. Das ist nicht unhöflich. Und es ist schon gar nicht böse gemeint. Sie hat einfach nur richtig viel im Kopf. Eine Aufgabe nach der anderen wird abgehakt. Neue Aufgaben tun sich täglich auf. Und Probleme sind ausschließlich dafür da, um bewältigt zu werden. Magdalena Aufenanger ist Euro. Anders kann man es nicht sagen.
Euro ist immer
Sie ist freundlich, konzentriert und effektiv. Sie ist auch im Stress aber im positiven Sinne. Denn man spürt bei ihr, dass die Bewältigung all der organisatorischen Fragen hinter den Euro Musiktagen für sie eine Herausforderung ist. Eine, die sie gerne annimmt.
Für Magdalena Aufenanger ist das ganze Jahr über Euro. Denn: Die Einladungen an die Musikgruppen für die Euro Musiktage gehen im November raus. Nach Euro ist für mich immer vor Euro. Bis April könne sie die Arbeit als Euro-Sekretärin dann nebenbei betreiben, erzählt sie. Was das heißt? Jede Woche sind das dann nur so einige Stunden Arbeit. Jetzt ist aber die heiße Phase. Und was heißt das? Jetzt sind es jeden Tag einige Stunden.
Zig Anrufe täglich
Und damit will sie nicht dick auftragen. Und wichtig machen will sie sich schon gar nicht. Sie mag es nicht, im Mittelpunkt zu stehen, sondern will einfach nur abarbeiten, was gemacht werden muss. Und das ist bei der Vorbereitung für so ein großes Fest eine Menge.
Zig Anrufe und Emails müssen Tag für Tag beantwortet werden. Kommt Magda Aufenanger von der Arbeit im normalen Leben ist sie Sekretärin der chirurgischen Chefärzte im Friesoyther Krankenhaus leuchtet die Anzeige am Anrufbeantworter immer. Loggt sie sich im Internet ein, sieht sie gleich: Sie haben Post. Derzeit muss ich klären, wann welche Gruppe ankommt, wo die Leute übernachten, wann sie wo essen wollen, welche Stücke sie spielen und welches Programm sie neben den Musiktagen haben. Fragen über Fragen, die sämtlich zu beantworten sind.
Das größte Problem derzeit: Ich brauche noch rund 30 Privatunterkünfte für eine Gruppe aus Österreich und zwei aus Deutschland. Sie hatte gehofft, dieses Problem schnell lösen zu können. Aber die Angelegenheit gestaltet sich schleppend. Sie fände es schön, wenn sich für diese Gäste nun noch Quartiere mit Familienanschluss finden ließen. Ich will deshalb heute noch viele Leute anrufen, sagt sie entschuldigend und lächelnd die Zeit drängt. Vier Gäste können bei ihr schlafen, das hat sie schon eingerichtet.
Zeitmangel ist momentan für die Böselerin ein vertrautes Gefühl: Die letzten zwei Monate vor dem Fest ist das immer so. 43 Gruppen hat sie für die 50. Euro Musiktage zu betreuen. Darunter befinden sich sogar einige Gruppen, die schon seit Jahren nicht mehr bei den Euro Musiktagen dabei waren. Als ich die Chronik zum Jubiläum überarbeitet habe, bin ich zum Beispiel über eine Gruppe gestolpert, die früher immer Stimmung gemacht hat. Die hab ich dann angerufen, und die Musiker haben spontan ihr Kommen zugesagt. Auf ein Wiedersehen freut sich Magdalena Aufenanger ebenso wie über das Erscheinen der neuen Chronik nächtelang hat sie sich mit der Überarbeitung beschäftigt.
Und überhaupt spielen sich die Planungen für das Musikfest oft auch nachts ab: Einen Block und Kugelschreiber habe ich immer am Bett liegen, erzählt sie lachend. Aufwachen, aufschreiben, umdrehen, weiterschlafen so sehen die Nächte der Sekretärin aus.
Zeit läuft davon
Zur Vorstandssitzung geht sie dann schon mal mit zwei DIN-A-4-Seitem voller Stichpunkte: Dann wird jeder Punkt akribisch abgearbeitet.
Sind dann die Euro Musiktage da, ist Magdalena Aufenanger mit ihrer Arbeit eigentlich durch. Am liebsten gehe ich zur Eröffnungsfeier am Donnerstag. Diesmal sitzt die Böselerin dann aber im Bus um eine Musikgruppe abzuholen. Das macht nichts, ich freue mich trotzdem. Sie ist sich sicher, dass sie die 50. Euro Musiktage genießen wird. Doch bis dahin sind es noch gut vier Wochen, erinnert sie sich. Mir läuft die Zeit davon, sagt sie und macht sich gleich daran, ihre Liste abzuarbeiten.
