BöSEL/DIPPOLDISWALDE - Mit unvergesslichen Erlebnissen aus der Partnerstadt Dippoldiswalde und der Landeshauptstadt Dresden sind 32 Böseler von einer dreitägigen Fahrt zurückgekehrt. Der Dippser Oberbürgermeister Ralf Kerndt begrüßte mit vielen Stadträten seine Gäste in der Reichskrone beim gemeinsamen Abendessen.
Zuvor hatte eine Delegation der Reisegruppe, darunter auch der stellvertretende Bürgermeister Reinhard Lanfer und Bürgermeister Hermann Block, an dem Festakt zur Verleihung des Ehrenbürgerrechtes an Dr. Günter Groß im Rathaus teilgenommen. Groß war bis zu seinem Ruhestand im Jahre 2002 seit 1975 hauptamtlicher Leiter des Dippoldiswalder Museums, hat diese Einrichtung auf- und ausgebaut und sich auch ehrenamtlich für Stadtgeschichte, Kunstsammlungen, Ausstellungen und Gerbereigeschichte zum Wohle des Museums und der Stadt eingesetzt.
Geschenk aus Bösel
Bürgermeister Block überreichte ein Geschenk der Gemeinde Bösel. Die kommunale Familie könne sich glücklich schätzen, Menschen wie Dr. Groß in ihrer Mitte zu wissen, danke er dem neuen Ehrenbürger für seine Verdienste.
Das Dresdener Terassenufer war tags darauf Ausgangspunkt einer dreistündigen Schlösserfahrt auf der Elbe. Am frühen Nachmittag erkundeten die Böseler die Altstadt mit Semperoper, die Katholische Hofkirche, das Residenzschloss sowie den Fürstenzug.
Blick von der Frauenkirche
Von der Turmplattform der Frauenkirche hatte die Abordnung bei sommerlichem Wetter einen guten Blick aus der Vogelperspektive in die Alt- und Neustadt. Am Abend feierten die Böseler das Dippser Stadtfest mit und knüpften dabei auch ein paar neue Kontakte. Der Dippser Schützenverein etwa überlegt, am Fest zum 100-jährigen Bestehen des Böseler Schützenvereins im kommenden Jahr teilzunehmen. Das Stadtfest war das erste nach dem Verlust des Kreisstadtstatuses im Vorjahr. Das hat der guten Stimmung bei über 100 Programmpunkten rund um das historische Rathaus aber keinen Abbruch getan.
Vor der Abreise verschafften sich die Gäste einen Eindruck von Dippoldiswalde mit einer Oldtimer-Erlebnisrundfahrt. Ein als Dippold, Namensgeber der Stadt, verkleideter Gästeführer informierte über die Stadtgeschichte und -entwicklung. Der Bus stammt aus DDR-Zeiten – Baujahr 1957 – und wurde zweimal restauriert.
Als das Feuerwerk auf dem Dippser Marktplatz am späten Abend gezündet wurde, waren die Böseler wieder wohlbehalten in ihrer Heimat angekommen. Die Städtepartnerschaft verbindet beide Kommunen seit 1990. Bürgermeister Hermann Block und sein Dippser Amtskollege wollen die Verbindung weiter beleben. Der Gegenbesuch ist für die Euro-Musiktage vorgesehen.
