BöSEL - Wetten, dass das Niedersachsen Sound Orchester (NSO) für ihre Konzerte keinen Bus mehr benötigt? Das haben es bei seiner originellen Wette bewiesen, einer der Höhepunkten der „Wetten, dass...“-Show bei den Euro-Musiktagen. 21 junge Musikerinnen und Musiker schafften es, in 36,5 Sekunden mit ihren Instrumenten in den Pkw ihres Dirigenten Heini Lübben einzusteigen, alle Türen zu schließen und das „Werder-Bremen-Lied“ zu spielen. Auf dem Dach des Autos thronte Schlagzeuger Patrick Rampe mit seinem Schlagzeug. Mit dieser Wette wurde das NSO auch von den Besuchern zum Wettkönig gewählt.

Ein gut gefülltes Festzelt, gute Stimmung, ein sympathischer Moderator Thomas Glup, ein schlagfertiger Außenmoderator Markus Schulte, wortgewandte Wettpaten und originelle Wetten sorgten dafür, dass auch die vierte Ausgabe vom Böseler „Wetten, dass...." ein voller Erfolg war.

Der Petersdorfer Schützenkönig Dietmar Frye stand Pate für die Wette der Sportschützenabteilung des Bürgerschützenvereins. Die Sportschützen schafften es, einen drei Meter hohen Turm aus vollen Kisten einer koffeeinhaltigen Limonade auf drei rohe Eier zu stellen, ohne diese zu zerbrechen. Frye wird trotz seiner gewonnenen Wette seinen Einsatz einlösen und demnächst zu einer Eierparty für einen guten Zweck einzuladen. Den Wild Hamsters gelang es, mithilfe von Fehlzündungen eines Motorrades Luftballons platzen zu lassen. Die Wettpatin Hildegard Westerhoff, Gleichbestellungsbeauftragte und Frauenwartin der DJK, wird gleichwohl demnächst ein Motorrad putzen. Seine Wette verlor der langjährige DJK-Chef Franz Seppel. Die Spieler der Herrenmannschaften des SV Bösel wollten acht Treffer in die geöffnete Seitenscheibe eines Polos vom Elfmeterpunkt aus landen. Das „Zielwasser“ reichte dafür jedoch nicht ganz aus. So kann sich der Petersdorfer Kindergarten demnächst über drei Spielzeugbagger

freuen, die Franz Seppel selbst anfertigen wird. Viel Beifall gab es dann bei der Saalwette. Kerstin Müller und Claudia Weimann forderten 15 Schützenpaare auf die Bühne, bei denen die Herren jeweils die Uniform der Damen, die Damen die Uniformen der Herren tragen musste. Das „Schützenfest paradox“ konnte dann mit weitaus mehr als 15 Paaren gefeiert werden. So können sich demnächst die Senioren in Bösel freuen, denn die Wettpatinnen wollen einen Nachmittag für sie gestalten.

Für musikalische Unterhaltung war reichlich gesorgt. Eine Combo des NSO eröffnete den Reigen der Beiträge. Die Sängerin Ana Maria Topatio entführte in die Welt der Musicals. Die weit über die Grenzen Bösel bekannten „Gettin through“ stellten Jazz-Songs vor. Die Gruppe „Berlin Rock Department“, bei der auch der aus Bösel stammende Jürgen Meschede, bekannt vom SAT 1 Frühstücksfernsehen, mitwirkt, spielte auch nach der Show auf.