BöSEL - BÖSEL - Wer in diesen Tagen zu einer Krippenfahrt startet, der sollte auch in der St.- Cäcilia-Kirche Bösel Halt machen. Noch bis zum Mittwoch, 2. Februar, dem Fest Maria Lichtmess, ist Gelegenheit, sich die mit viel Symbolik versehene Krippe anzusehen.

„Die Krippe ist Liturgie, eine Art der Verkündigung des Evangeliums“, hebt Reinhard Lanfer den Anspruch hervor. Lanfer, Pfarrgemeinderatsvorsitzender, hat auch den Vorsitz im Krippenausschuss. Denn seit 1993 gibt es in der St.-Cäcilia-Gemeinde dieses Gremium, das für die Krippengestaltung und den Krippenaufbau zuständig ist. Lanfer stehen Maria Rolfes, Alois Brunemund, Waltraud Tapken, Heinrich Höffmann, Hans Sprock, Thea Brinkmann und der Küster Alfred Nordenbrock zur Seite.

. Für die Gremiumsmitglieder ist das ganze Jahr über „Krippenzeit“. Schon lange vor der Adventszeit wird im Ausschuss überlegt und geplant, wie die Krippe gestaltet werden kann. In den vergangenen zwei Jahren sind alle Figuren überholt worden. Besonderer Wert ist darauf gelegt worden, dass die ursprünglichen Farben der Figuren erhalten bleiben. Die Künstlerarbeiten hat Herbert Bley erledigt.

Die meisten Figuren sind sehr alt, das genaue Anschaffungsdatum lässt sich kaum noch ermitteln, Die Schafe und das Kamel sind aber wohl um 1920 herum erworben worden, Im Laufe der 60er-Jahre – zur Zeit von Pfarrer Nehe – sind einige Figuren dazugekommen. Den Stall hat zu dieser Zeit der Böseler Hermann Stuckenberg gebaut.

Mit dem Krippenaufbau wird stets in der ersten Adventswoche begonnen. Da wird die Krippenlandschaft gestaltet. In der folgenden Woche wird Moos gesammelt und die Krippe ausgeschmückt. Die Krippenlandschaft ist regional typisch, mit Kiefern und Ilex. Schließlich halten die Figuren ihren Einzug in die Krippe. Auch die drei heiligen Könige sind schon im Hintergrund zu sehen, sie machen sich auf den Weg nach Bethlehem.

Viel Symbolik hat die Krippe, etwa der Weg zum Stall, in dem sich die Figuren befinden. Drei bis vier Nachmittage opferten die Krippenausschussmitglieder in der Adventszeit, um die Krippe aufzubauen. Da kommt auch die Gemeinschaft nicht zu kurz. So zum Beispiel nach dem Moossammeln. Da trifft man sich beim Küster zum Kaffee und Kuchen. Das war schon bei Küster Meinhard Nordenbrock viele Jahre so, diesen Brauch hat sein Sohn Alfred übernommen.