BöSEL - „Heimatmuseum“ steht auf dem Schild. Für die meisten Böseler dürfte das keine Überraschung sein, dass sich an der Overlaher Straße das Heimatmuseum befindet. Überraschend ist aber, mit wie viel Liebe die neue Informationstafel gestaltet wurde. Gehalten werden die 48 handbemalten Kacheln von einer massiven Eichen-Konstruktion. Die zwei mal 24 Kacheln sind hinter schlagfestem Glas sicher vor Vandalismus. Die Schöpferinnen der Kachelkunst sind Franziska Bührmann, Birgit Röbke. Helene Nolte und Gaby Niehüser.

Finanziert wird die Hinweis-Tafel von der Gemeinde Bösel, dem Heimatverein und der Volksbank Bösel. Die Holzkonstruktion wurde gebaut vom Tischler Matthias Skaczylas.

Der Vorsitzende des Heimatvereins Bösel, Gerd Höffmann, fand besondere Worte des Dankes: „Die Damen befassen sich mit Porzellanmalerei und haben dann irgendwann festgestellt, dass sie nicht nur Tassen bemalen können, sondern auch Kacheln für das Heimatmuseum.“ Und so kam es, dass die Frauen sich Böseler Motive suchten, diese realistisch malten. Zu sehen sind das Rathaus, die evangelische Kirche, natürlich das Heimatmuseum und auch Ausstellungsstücke des Böseler Museums.

Die Stunden haben die vier Frauen nicht gezählt: „Darauf kommt es aber gar nicht an“, sagt Franziska Bührmann. Die Zeit hätte sie aber gerne investiert. Allein weil jede Kachel dreimal gebrannt wird, dauere der kreative Prozess sehr lange. Die Künstlerin Ute Berger war bei der Präsentation voll des Lobes: „Ich bewundere die Arbeit der vier Frauen sehr.“

Auch Bösels Bürgermeister Hermann Block freute sich, dass nach ersten Gesprächen im Herbst 2008 das Projekt schnell und unkompliziert vorangetrieben wurde. Schön sei es, dass mit dieser Tafel ein Schritt zur Verschönerung des Ortes beigetragen wurde: „Auch in der Dorferneuerung wird das Heimathaus eine große Rolle spielen.“