Bösel - Die Borsla Vereinigung für Niederdeutsche Sprache und Literatur Bösel hat einem der beiden Gewinner des diesjährigen plattdeutschen Literaturpreises, Carl Groth aus Hamburg, den Borsla-Preis aberkannt. Sie hat ihn aufgefordert, das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro zurück zu zahlen. Diese Summe soll dann dem zweiten Preisträger, Dietmar H. Schmidt aus Leer, als nunmehr alleinigem Gewinner zugeteilt werden.
Der Grund für die Aberkennung ist die Tatsache, dass Groth zum Wettbewerb 2017 einen Text („Eer lessde Stünd“) eingereicht hat, den er bereits einmal unter einem anderen Titel im Jahre 1996 veröffentlicht hat. Eine solche Handlungsweise steht nicht in Einklang mit dem Borsla-Statut, nach dem nur unveröffentlichte Texte am Wettbewerb teilnehmen können. „Borsla bedauert diesen Schritt, aber die Sachlage lässt der Vereinigung keine Wahl“, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme der Vereinigung für niederdeutsche Sprache und Literatur.
Den Borsla-Preis hatte Carl Groth bereits im Jahre 2006 erhalten. Der bekannte Plattdeutsch-Autor verfasst hochdeutsche und plattdeutsche Kurzgeschichten, Novellen, Gedichte, Parabeln, Glossen, Satiren und Hörspiele.
