BöSEL - „Demokratie lebt vom Ehrenamt.“ Mit diesen Worten des ersten Präsidenten der Bundesrepublik, Theodor Heuss, hat Bürgermeister Hermann Block in der letzten Ratssitzung des Jahres die Dankesrede für die Bezirksvorsteher eingeleitet. Die Bezirksvorsteher sind offiziell verabschiedet worden. „Sie haben dem bürgerschaftlichen Engagement ein Gesicht gegeben“, sagte Block. Die Funktion Bezirksvorsteher läuft zum 31. Dezember 2009 aus. Als Anerkennung für den mitunter Jahrzehnte dauernden Einsatz überreichte Block jedem eine Urkunde und ein kleines Präsent.

Verabschiedet wurden: Otto Emken (Osterloh), verpflichtet am 2. Dezember 1965, Johannes Klinker (Westerloh), verpflichtet am 21. Februar 1973, Otto Tapken (Bösel II), verpflichtet am 21. Dezember 1973, Walter Ziemba (Bösel-Ost), verpflichtet am 9. März 1979, Maria Grote (Glaßdorf), verpflichtet am 9. Juli 1991, Theodor Tangemann (Petersdorf), verpflichtet am 16. Januar 1992, Josef Lanfer (Hülsberg/Ostland), verpflichtet am 8. Juli 1993 und Anton Osterloh (Overlahe/Edewechterdamm), 1. Januar 2000.

Zu den Aufgaben der „Lütje Bürgermesters“ gehörte etwa die Viehzählung, die Bodennutzungserhebung, Anträge auf Ausstellung einer Lohnsteuerkarte und deren Zustellung, Bestellung von Brandwachen oder etwa das Verteilen von Broschüren. „Die Ära der Bezirksvorsteher geht zu Ende – sicherlich mit Wehmut“, sagte Bürgermeister Block. Sie hätten ein Beispiel abgegeben, dem nachzufolgen sich lohne. „Bürgerschaftliches Engagement macht unsere Gesellschaft nicht nur menschlicher, sondern auch leistungsfähiger.“