BöSEL - Im Neubau der Kinderkrippe neben dem St. Raphael Kindergarten an der Friesoyther Straße in Bösel wurde Richtfest gefeiert. Noch fällt es etwas schwer, sich den kahlen Raum als Cafeteria vorzustellen. Die Fenster fehlen und auch das Interieur, bestehend aus Bierbänken und -tischen entspricht nicht ganz den Vorstellungen. Aber, das ist das wichtigste an diesem Tag: Die Grundmauern stehen und das Dach ist dicht.

Ein Richtfest sei wichtig für die Stabilität eines Baus, betonte Kirchenprovisor Aloys Gelhaus vor vielen Gästen im Rohbau: „Der Dachstuhl kann Wind und Wetter nicht trotzen ohne ein zünftiges Richtfest.“ Und da sind sich alle Anwesenden einig. Stilecht mit Krone – gebunden vom Elternbeirat – dem Einschlagen des letzten Nagels und dem Richtspruch wird gefeiert.

Pfarrer Thomas Devasia begrüßte die Gäste und freute sich über den Neubau: „Wer eine Kinderkrippe baut, richtet seinen Blick in die Zukunft.“ Der letzte Nagel sei Symbol für den Zusammenhalt aller Menschen der Gemeinde, fügte er an.

Für Bürgermeister Hermann Block war es ein ganz besonderer Tag: „Zwei Jahre haben wir darauf hingearbeitet“, sagte er. „Jetzt bekommt der Kindergarten Nachwuchs.“

Die Einweihung des neuen Gebäudes ist für den Sommer nächsten Jahres geplant. „Hier sollen dann ingesamt 30 Kinder in zwei Gruppen unterkommen“, blickte Birgit Zemke, Leiterin des St. Raphael Kindergartens, voraus. Für alle Beteiligten sei das eine große Herausforderung: „Die Arbeit mit den Kleinsten der Gemeinde ist auch für uns neu.“

Gut 800 000 Euro kostet der Neubau, sagte Aloys Gelhaus. Geld, das gut angelegt sei. „Die Gemeinde Bösel erhält ein neues Gesicht“, so der Kirchenprovisor. Die Kinderkrippe entstehe an einem zentralen Punkt im Ort, gut die Hälfte aller Kinderdergartenkinder aus Bösel komme in St. Raphael unter.