BöSEL - Zu einem Tag der offenen Tür hatten der Heimatverein Bösel und der Landfrauenverein Bösel/Petersdorf Am Pallert eingeladen. Zu feiern gab es gleich Dreierlei: 25 Jahre gibt es das Museum Am Pallert, zehn Jahre den Bauerngarten und zehn Jahre das Brotbackhaus.
Für den Jubiläumstag hatten sich die Verantwortlichen ein attraktives Programm ausgedacht. Nach einem Frühschoppen begrüßte Gerd Höffmann, Vorsitzender des Heimatvereins, die Besucher und ganz besonders den Ehrenvorsitzenden des Heimatvereins, Caspar Pleye. Für musikalische Unterhaltung sorgten die Jagdhornbläser des Hegerings Bösel und die Caritas-Band Altenoythe.
Bürgermeister Hermann Block übermittelte die Glückwünsche der Gemeinde: „Das Heimathaus, das Heimatmuseum, das Brotbackhaus und der Bauerngarten sind ein kultureller Lichtblick und zugleich ein attraktives touristisches Ziel.“ Und sagte weiter: „25 Jahre Heimatmuseum, zehn Jahre Brotbackhaus und zehn Jahre Bauerngarten bedeuten auch 45 Jahre ehrenamtliche Tätigkeiten. Ohne die vielen freiwilligen Helfer stünden wir heute nicht hier.“
Elke Werner, Vorsitzende des Landfrauenvereins Bösel/Petersdorf, bedankt sich ebenfalls: „Es ist wichtig, dass alle mitziehen. Wir haben ganz engagierte Landfrauen, die immer fleißig und ehrenamtlich tätig sind.“ Seit zehn Jahren können die Landfrauen stolz auf ihr Brotbackhaus sein. Es ist durch den besonderen Einsatz und durch die Initiative der verstorbenen Vorsitzenden Monika Drees und Renate Elsen entstanden. Die Backtermine seien sehr beliebt, die vielen Brotsorten und der Kuchen sehr begehrt.
Zehn Jahre gibt es den Bauerngarten. Er wird von vielen Helfern unter der Leitung von Maria Tewes gepflegt. Auch für den Tag der offenen Tür waren die Landfrauen fleißig: Neben frisch gebackenem Brot aus dem Brotbackhaus boten die Landfrauen eine Kaffeetafel im Heimathaus, Reibekuchen, selbst gemachte Liköre und Marmeladen an.
Auch die „kleinen Gäste“ kamen nicht zu kurz: Neben einem Bobby-Car-Rennen standen eine Kegelbahn, ein Hörnerspiel, Kinderschminken, ein Sandkasten und eine Hüpfburg für die Kleinen bereit. Für Tanzeinlagen sorgten „Die kleinen Sternchen“ und die Volkstanzgruppe der DJK.
Alte Handwerkskunst durfte an so einem Tag natürlich nicht zu kurz kommen: Verschiedene Arbeitstechniken am Göpel und Drechselarbeiten wurden vorgeführt. Die Besucher konnten neben einer Holzschuhmacher-Werkstatt außerdem zuschauen, wie Tunscheren gefertigt, Sensen gedengelt oder am Spinnrad gesponnen wird. Auch die Türen des Heimatmuseums standen für die Besucher offen.
Ein weiteres Jubiläum feierte Gerd Bley. Seit 25 Jahren ist er ehrenamtlich tätig als Museumswart. „Als Seele dieses Museums hast du es mit aufgebaut, die Ausstellung gepflegt und weiter entwickelt. Dir war es immer ein Anliegen, das, was Heimat ausmacht, hier im Museum zu bewahren“, sagte Block.
