BöSEL - Fast jeder Haushalt in Bösel und Petersdorf gehört dem Verein an. Er gliedert sich in elf Bezirke und das Museum.
Von Wilfried Leser
BÖSEL - Obwohl Brauchtum und Tradition hier groß geschrieben werden, ist er ein noch „junger“ Verein: der Heimatverein Bösel. Am 20. März 1972 wurde er gegründet. Während der Verein zwei Jahre später erst 174 Mitglieder zählte, ist die Mitgliederzahl in den Folgejahren regelrecht „explodiert“. Heute zählt der Heimatverein mit seinen elf Bezirken etwa 1700 Mitglieder. Soll heißen, das fast jeder Haushalt in Bösel und Petersdorf dem Verein angehören.Der Gesamtverein gliedert sich in elf Bezirke und dem Museum. Ursprünglich hatte man sich in der Gründungsversammlung das Ziel gesetzt, einen Verein für die Dorfverschönerung und -entwicklung, für die Pflege der Dorfgemeinschaft sowie des Brauchtums zu gründen.
Eine erste Generalversammlung fand schließlich 1974 statt. Der erste Vorstand bestand aus Bernard Robke (1. Vorsitzender), Herbert Lenzschau (2. Vorsitzender), Caspar Pleye (Kassierer), Franz Schwalm (als Gemeindevertreter). Dazu kamen die Vorsitzenden der damaligen Bezirke, Hubert Theilmann, Alfred Vogelsang und Heinrich (erster Vorsitzender), Agnes Ziemba (zweite Vorsitzende), Christa Höffmann (dritte Vorsitzende), Maria Runden (Kassenwartin), Wilfried Leser (Schriftführer) und Annegret Rumker (Vertreterin).
1979 wurde auf der Generalversammlung eine Satzung beschlossen, die den Verein schließlich 1980 zu einem eingetragenen Verein ins Vereinsregister machte. 1983 bildete sich der Arbeitskreis“Redaktion“, der 1983 erstmals das Mitteilungsblatt „Dat Spräkrohr“ herausgab. Seitdem wird dieses Heft viermal im Jahr für die Mitglieder erstellt.
Seit 1988 wurde ein weiterer Arbeitskreis ins Leben gerufen, der das heutige Museum am Pallert betreut.
In den ersten Jahren hat sich der Heimatverein besonders für den Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“. In Zusammenarbeit mit Arbeitsgruppen in den jeweiligen Ortsteilen (Bezirke) und mit der Gemeinde wurde der Ort auf Vordermann gebracht. Und dass mit großem Erfolg, denn bei den Wettbewerben gab es stets gut Platzierungen. Noch heute wird auf die Sauberkeit und Pflege im Ort und den Ortsteilen viel Wert gelegt. So wird jeweils im März ein Umwelttag in der Gemeinde organisiert, außerdem werden die Spielplätze überwiegend von den Heimatvereinsbezirken gepflegt.
Mit vielen Aktivitäten sorgt der Heimatverein (Gesamtverein) das ganze Jahr über für Abwechslung.
Im Februar warten Generalversammlung und eine Winterwanderung auf die Mitglieder. Die Winterwanderung führt wechselweise in die Bezirke des Vereins und sind oft mit einer Betriebsbesichtigung verbunden. Eine Radwanderung steht dann im April an. Ziele waren hier zum Beispiel Papenburg, Altenoythe, Markhausen, Thülsfelder Talsperre oder Garrel/Amerika. Großer Beliebtheit erfreuen sich die mehrtägigen Fahrten, die der Verein seit 1992 anbietet. Hier wurden schon Dippoldiswalde, Schlesien, Thüringen, das Sauerland, die Eifel oder Schleswig-Holstein besucht.
Alle zwei Jahre führt der Verein einen Heimatabend durch. Tradition und Brauchtum werden auch mit der Bittprozession und dem Martinsumzug gepflegt.
