BOKEL - Von Claus Stölting
Sie korrespondierte 14 Jahre lang – von 1984 bis 1998 – als „Hanna van de Bokeler Borg“ Woche für Woche mit „Friederk de Möhlnknecht ut Howiek“ in der NWZ auf Platt über Gott und die Welt, er hat in mehr als 30 Ordnern ein Archiv über die Geschichte Bokels zusammengestellt, dass noch heute im Wiefelsteder „Haus des Gastes“ eingesehen werden kann: Hanna und Egon Strauß feiern am Mittwoch, 13. Juni, in ihrem Haus am Worther Weg in Bokel das Fest der Diamantenen Hochzeit – in kleinem Kreise, wie sie betonen.
Sie heirateten noch vor der Währungsreform am 13. Juni 1947 in Rastede – ein Freitag, wie sich beide – gar nicht abergläubisch – noch genau erinnern. „Hat ja bis heute gehalten“, ziehen beide mit einem Schmunzeln Bilanz. Zehn Jahre lebten sie in Delfshausen auf dem Hof der Eltern von Egon Strauß. Es folgten Studium und diverse Kurse: Hanna Strauß – heute 81 – wurde technische Lehrerin, Egon Strauß (82) leitete ab 1958 die Volksschule Bokel, wo das Ehepaar denn auch ins Schulhaus einzog. Hanna Strauß ging krankheitsbedingt früher in Rente. Bekannt ist sie als plattdeutsche Autorin seit nunmehr 25 Jahren. Sie ist Mitglied im Schrieverkring des „Spieker“, hat vier Bücher und zahlreiche Artikel auch für Zeitschriften verfasst und diverse Lesungen abgehalten, auch beim Nutteler Kaminabend „An‘t open Füür“ von Wilfried Harms. Egon Strauß war zuletzt Leiter der Schule am Voßbarg in Rastede. Er initiierte nach eigenem Bekunden auch die Restaurierung der Bokeler Burg im Jahr 1989, bei der
damals 100 000 DM investiert wurden. Ihren Lebensabend verbringen Hanna und Egon Strauß in ihrem Haus am Worther Weg, das sie mit einem idyllischen Garten umgeben haben.
