BONN - BONN/LNW - Es schlagen viele Herzen in seiner Brust. Konrad Beikircher ist Kabarettist, Musiker, Moderator und Psychologe. Er schreibt Bücher, singt und spielt Instrumente, fühlt sich als Italiener und Rheinländer. Das Multitalent, das heute 60 Jahre alt wird, stammt aus dem italienischen Südtirol. Vor 40 Jahren kam Beikircher ins Rheinland und hat vor allem mit den „rheinischen Sprachgeschichten“ große Erfolge gefeiert.
„Ich bin oft selbst ganz platt über den Riesenerfolg“, sagt Beikircher, der in Bonn lebt. „Ich schreibe das alles tatsächlich für mich selbst und wundere mich noch immer oft auf der Bühne, dass mein Programm den Leuten so viel Spaß macht.“ Dabei wäre Beikircher, der 1971 in den Staatsdienst gegangen und als Psychologe im Justizvollzug tätig war, Mitte der 80er-Jahre beinahe Regierungsdirektor geworden. Doch kurz zuvor beendete er abrupt seine Beamtenlaufbahn – und wurde freischaffender Künstler. „Ich bekam keine Luft mehr als Beamter, es war eine rein emotionale Entscheidung.“ Der Erfolg stellte sich prompt ein mit dem ersten Kabarett-Programm „Zwischen Himmel un Ääd“ (Zwischen Himmel und Erde).
Ein schwerer Verlust ist für ihn der Tod seines Freundes Hanns Dieter Hüsch.
