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Berufsförderungswerk Fantasievolle Fische im Spieldorf-Graben „ausgesetzt“

kk

BOOKHOLZBERG - Das Berufsbildungswerk (bfw) Weser-Ems in Bookholzberg ist um eine Attraktion reicher. Im und über dem Graben des Spieldorfs tummelt sich seit Donnerstagnachmittag eine tierische Gesellschaft, die so in keinem Zoo zu finden ist – mit fliegenden Fischen und Seeschlangen, mit Riesenlibelle oder Feuerfisch. Allerdings: Die Gesellschaft ist aus Ton und quasi ein „Gesamtkunstwerk“ – geschaffen von angehenden Arbeitspädagogen des bfw.

Die tönernen Meerestiere, so sagte bfw-Ausbilder Jörg Junge bei der feierlichen Enthüllung, seien bei der Kreativ-Woche der Arbeitspädagogen im Sommer 2011 entstanden. Damals hatten die Umschüler, die sich im Berufsförderungswerk zu Arbeitspädagogen ausbilden lassen, gemeinsam mit Künstlern zum Beispiel ergonomisch geformte Holzliegen erstellt, ein Improvisationstheater in Szene gesetzt, ein Backhaus gebaut – und Neptuns Reich aus Ton geformt. Schon während der Arbeiten war geplant, die Fische im Graben des Spieldorfs „auszusetzen“.

Dabei handele es sich beileibe nicht nur um einen x-beliebigen Schwarm von Fantasie-Meerestieren, sagte der Oldenburger Keramiker Hartwig Witte, der seinerzeit gemeinsam mit der „Arpäds“ gearbeitet hatte. Vielmehr seien auch ein sich im Wind bewegendes „Fisch-Theater“ oder Requisiten hinzugefügt worden.

Eigens für die Enthüllung hatten die Arbeitspädagogen ein Show-Programm erdacht. Mit Chor und Gitarrenspiel umrahmt, wurde den Gästen die Geschichte vom kleinen Fisch Emil vorgelesen, der auf die (abenteuerliche) Suche nach Wasser geht – um letztlich zu erfahren, dass es ihn immer umgeben hat. Köstlich dann „Fisches Nachtgesang“, ein Pantomime-Auftritt eines kleines Chores.

Die Ausbildung zu Arbeitspädagogen zählt nach Angaben von bfw-Marketingleiter Hartmut Kostens zu den erfolgreichsten Angeboten der Bildungseinrichtung. Zurzeit würden in diesem Bereich etwa 80 Umschüler unterrichtet. Die Vermittlungsquote liegt laut Jörg Junge bei 89 Prozent.

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