BOOKHOLZBERG - „Macht das mal perfekt!“ „Das haben Sie sehr gut gemacht!“ „Ich gehe jetzt nach Hause und sage meiner Frau: Der ist gut!“ „Wenn Sie so weitermachen wie im Gottesdienst, dann sind Sie der Richtige für Bookholzberg!“ So unterschiedlich die Aussagen nach dem Gottesdienst in der ev.-luth. Auferstehungskirche im Wortlaut auch waren, in der Tendenz waren sie gleich: Pastor Hannes Koch hat die Gemeinde in seinem Vorstellungsgottesdienst überzeugt – zumindest diejenigen, die sich beim Abschied an der Kirchentür oder bei der Gesprächsrunde im Dietrich-Bonhoeffer-Haus zu Wort gemeldet haben.

Mit seiner Predigt vom guten Hirten, von Gottes Zielen und vom „Motor Jesus Christus“ hatte der Pastor aus Bösel schon in der Kirche bei den Bookholzbergern richtig gelegen. Und seine im anschließenden Gespräch geäußerten ersten Vorstellungen von seiner künftigen Arbeit kamen ebenso an. Gerne gehört wurde auch Kochs Ankündigung, in der Jugendarbeit einen Schwerpunkt zu setzen: „Da war es in den letzten Jahren ganz mau“, hieß es aus der Runde.

Die Gemeinde, die nach einer Krankheit und dem überraschenden Abschied von Pastorin Heike Menne seit Sommer 2007 tatsächlich und seit Dezember auch offiziell ohne eigenen Seelsorger ist, hätte Koch am liebsten gleich da behalten. Doch so schnell gehe es mit dem „Neuanfang“, so der geschäftsführende Pastor der Kirchengemeinde Ganderkesee, Reinhard Arndt, nicht. Am 21. April gebe erst der Bezirkskirchenrat eine Beschlussempfehlung. Über die werde dann der Gemeindekirchenrat am 28. April befinden. Und nach einer 14-tägigen Einspruchsfrist könnte eine Wahl Kochs Mitte Mai rechtskräftig werden. „Der 1. Juli ist schon mal als Datum gefallen“, signalisierte der einzig verbliebene Bewerber, dass es nach einer Entscheidung schnell gehen könnte.

Begonnen habe er, so Koch, in der evangelischen Jugendarbeit. „Ich bin da reingewachsen“, antwortete er auf die Frage, warum er Pastor geworden sei. Er sehe seine Aufgabe darin, „Menschen mit Gott in Verbindung zu bringen“. Nach dem Studium in Tübingen und Heidelberg zog es den auf der Schwäbischen Alb geborenen Koch, dessen Mutter aus Wilhelmshaven kommt, mit seiner aus Schleswig-Holstein stammenden Frau gen Norden. In der Tätigkeit in Bookholzberg sehe er, nach seiner Zeit in der Diaspora-Gemeinde Bösel eine Herausforderung – in der Arbeit mit der Gemeinde, mit den Mitarbeitern und mit den Kollegen in den anderen Pfarrbezirken und Gemeinden.