BOOKHOLZBERG - BOOKHOLZBERG - War das ein Andrang gestern Nachmittag im Grüppenbührener Hof! Rund 50 Gäste erschienen um Punkt 15 Uhr zur Präsentation des Buches „Die Nutzhorner Straße – eine dörfliche Geschäftsstraße im 20. Jahrhundert“. Herausgegeben wird es vom Orts- und Heimatverein Bookholzberg. Dessen Vorsitzender Ernst Schröder freute sich über die große Resonanz: „Sie zeigt, dass es die richtige Entscheidung war, dieses Buch zu veröffentlichen.“
Schröder dankte in einer kurzen Rede vor allem Hans Kragl: „Ohne ihn wäre das alles nicht gegangen.“ In der Tat verbrachte Kragl zwischen Juli 2003 und April 2004 Dutzende Stunden mit ehemaligen und aktuellen Bewohnern der Nutzhorner Straße, die ihm von deren ganz besonderer Geschichte erzählten und Fotos zur Verfügung stellten. Daher relativierte Kragl Schröders Worte und meinte bescheiden: „Das Buch ist ein Gemeinschaftswerk – alleine kann so etwas nicht gelingen.“
Die Nutzhorner Straße war früher einmal die Einkaufsmeile des Ortes. Dort gab es Schuster und Maler, Ärzte und Drogerien, Zimmermänner und Lebensmittelgeschäfte. „Sogar ein Zigarrenmacher war hier einmal ansässig“, sagt die ehemalige Gästeführerin Anne-Grete Grummer. Über all diese Geschäfte – und zwar Haus für Haus – wird in dem Buch berichtet. Jedoch gibt es laut Klappentext „keinen wehmütigen Blick zurück“ – stattdessen ergebe sich „aus Einzelbildern der Geschäftswelt ein kleines Abbild aus der Lebenswelt von drei Generationen“.
Von dem Buch wurden 825 Stück gedruckt, die Interessierte nun zum Preis von 17,50 Euro erwerben können. Sie liegen in mehreren Bookholzberger Geschäften aus und können bei Ernst Schröder unter 04223/1794 bestellt werden.
Das Werk scheint ein Erfolg zu werden. Denn schon zu Beginn der Präsentation waren bereits so viele Exemplare von „Die Nutzhorner Straße“ vergriffen, dass Schröder aus dem Kofferraum seines Autos Nachschub heranschaffen musste.
