BRAKE - So viele Eltern wie noch nie besuchten die Messe am Donnerstagabend. Gestern informierten sich gut 2000 Jugendliche über Ausbildungsmöglichkeiten.
von lore timme-hänsel
BRAKE - So erfolgreich wie noch nie verlief die Berufsfindungsmesse im Berufsbildungszentrum. Dieses Fazit zieht nach zwei anstrengenden Tagen Anika Mackenrodt, Leiterin des Bildungsnetzwerkes (Bine) Wesermarsch. Ein dickes Lob spendet sie ihrer Kollegin Rita Schütt, die für die gesamte Messeorganisation verantwortlich war.Erfreulich war aus ihrer Sicht bereits der Auftakt am Donnerstag. So viele Eltern wie noch nie hätten die Gelegenheit genutzt, sich mit ihren Kindern auf der Messe über Ausbildungsmöglichkeiten in der Wesermarsch und der Region zu informieren und mit Ausstellern persönliche Gespräche zu führen. „Die Aussteller waren sehr zufrieden“, sagt Mackenrodt.
Gut 2000 Schülerinnen und Schüler der allgemein bildenden Schulen aus dem gesamten Landkreis besuchten gestern die Berufsfindungsmesse. „Der Großteil der Schüler war sehr gut vorbereitet und steuerte die Stände mit konkreten Vorstellungen an“, hat sie festgestellt. Viele der 85 ausstellenden Firmen und Institutionen setzten an ihren Ständen Auszubildende ein, somit war die Hemmschwelle für konkrete Nachfragen niedriger.
Großen Zulauf hatten die Stände, an denen Action angesagt war. Die Auszubildenden von Barghorn-Technik, Airbus, Rehau und Omni-Pac waren ständig dicht umringt, aber auch Altenpflegeeinrichtungen, Hebammen und Erzieherinnen stießen auf großes Interesse. Beim Landkreis Wesermarsch gingen die Beispiele für Bewerbungsunterlagen weg wie „warme Semmeln“. Auch die Möglichkeit, an einigen Firmenständen die mitgebrachten Bewerbungsunterlagen checken zu lassen, nahmen Jugendliche wahr. Etwas mehr Zulauf hätte Anika Mackenroth beim Fotografen erwartet, der professionelle Bewerbungsfotos machte.
Unter die Jugendlichen auf der Messe hatten sich gestern auch „Spione“ gemischt. Es handelte sich dabei um angehende Berufsschullehrer des Studienseminars Oldenburg. Sie hatten die Aufgabe, die Messe-Organisation unter die Lupe zu nehmen. „Ich bin gespannt, was man noch besser machen kann“, blickt die Bine-Leiterin bereits auf die 10. Berufsfindungsmesse im nächsten Jahr. Mackenrodt möchte die Veranstaltung noch weiter als Kontaktbörse ausbauen und wünscht sich noch mehr Handwerksbetriebe auf der Messe. Vorstellbar ist für sie, auch den Freitagnachmittag für interessierte Eltern anzubieten. Der Veranstaltungsort steht für sie nicht in Frage: „Das BBZ hat sich bewährt.“
