BRAKE - „Tod im Sturm – die letzte Fahrt der Hoheweg“ ist der Titel einer Dokumentation, die zurzeit von Radio Bremen produziert wird. Gesendet wird der Film am Montag, 17. März, im NDR-Fernsehen von 23 bis 23.45 Uhr.
Eineinhalb Jahre nach dem Untergang des Braker Fischkutters will der Autor und Regisseur Frank Schulte den Schicksalen des Kapitäns Sven Hullmann aus Brake und des Auszubildenden Sören Busker aus Hooksiel nachgehen. In dem Film geht es auch um die Frage, warum die „Hoheweg“ sank.
Der hochseetaugliche Trawler war am 8. November 2006 auf dem Weg in die Ostsee bei starkem Wind in den Nordergründen in Seenot geraten und gesunken. Eine groß angelegte Suchaktion mit Rettungskreuzern und Hubschraubern blieb zunächst erfolglos. Erst sieben Tage nach dem Unglück wurde das Wrack vom Forschungsschiff „Atair“ entdeckt.
Von der Mannschaft fehlte zunächste jede Spur. Anfang Dezember 2006 wurden die Leichen des Deckmanns und des Steuermanns, die von der Insel Rügen stammten, gefunden. Anfang Juni 2007 wurde die Leiche des Auszubildenden bei Helgoland entdeckt. Der Kapitän ist bis heute verschollen.
Erst acht Monate nach dem Untergang konnte die „Hoheweg“ am 23. Juli 2007 geborgen werden, kaum 700 Meter von der in der Unglücksnacht zuletzt gemeldeten Position des Kutters entfernt. Das Schiff wurde zur weiteren Untersuchung nach Bremerhaven geschleppt.
Das Unglück verursacht hat laut Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) ein Wasserschlauch, der die Antriebsschraube blockierte und das Schiff manövrierunfähig machte. Am Tag der Ausstrahlung des Fernsehfilms will die BSU ihr abschließendes Gutachten zur „Hoheweg“ veröffentlichen.
