BRAKE - „Brett & Bläser“ nennen die sieben Ska-Punk-Musiker von „Wisecräcker“ ihre Mischung aus dicken Gitarrenriffs und ausgelassenem Party-Blechgebläse. Am kommenden Wochenende will die Band mit Wurzeln in Hannover das Publikum beim Braker WaterQuake begeistern. Am Freitag, 13. August, soll ihr Auftritt ab 22.45 Uhr im BBZ-Stadion den krönenden Abschluss des ersten der beiden Festival-Tage darstellen.

Die sieben Musiker scheren sich nicht groß um Sprachbarrieren: „Wisecräcker“-Songs kommen je nach Belieben auf Spanisch, Englisch oder Deutsch daher. Die 1996 gegründete Band besteht aus Alexander Mendez (Gesang und Saxofon), „Keeex“ Tongers (Gitarre und Gesang), Hannes Horneber (Schlagzeug), Andreas Segger (Trombone und Gesang), Sebastian Seth (Trompete), Henrik Horneber (Bass) und Gerrit Laschtowitz (Trombone).

Da damals „an einen Plattenvertrag für hiesige Ska-Bands kaum zu denken war“, zog die selbst ernannte „internationalste deutsche Ska-Punk Band“ durch die Clubs und Jugendzentren des Landes. 1998 nahmen sie ihre erste EP „... De Puta Madre“ auf.

Durch den Kontakt zu einem US-Label gelangte ihr Song „Cuba Libre“ auf eine Ska-Compilation in den Vereinigten Staaten. Eine kurze Tour durch Mexiko und Kalifornien, unter anderem mit Open Air-Auftritten in Los Angeles und Tijuana, folgte.

2001 kamen die „Wisecräcker“ beim Label „Elmo Records“ unter und veröffentlichten 2002 das erste Album: „I’d Rather Be Down With The ...“. Ein Jahr später folgte „Para Mi Gente“. Für ihr drittes Album „El Presidente“ wechseln die „Cräcker“ ihre Plattenfirma. Neues Zuhause wurde das Hannoveraner Label „Übersee Records“.

Neben zahlreichen Auftritten in Deutschland und benachbarten Ländern spielten „Wisecräcker“ 2007 und 2008 erneut Tourneen in Mexiko und Kalifornien. Zusätzlich etablierten sie zusammen mit „Rantanplan“ und „Braindead“ das Format „Monsters of Skapunk“ als deutschlandweite Festival-Tournee. 2009 startete mit einer Mini-Tour durch Spanien, gefolgt von dem Großereignis des SKA-P-Konzertes in der Turbinenhalle Oberhausen.

Und was nach vier Jahren auf den Straßen und in den Fliegern dieser Welt kommen musste, kam unweigerlich im Herbst 2009: Ein neuer Longplayer wurde im zweiten Zuhause der Band, dem Institut für Wohlklangforschung in Hannover, von Oktober bis Dezember produziert. „The pact“ erschien im Februar 2010 bei „Übersee-Records“.

Jan-Karsten zur Brügge
Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion