BRAKE - Malte Vief – als Solist ist er ein Magier auf der Gitarre. Malte Vief und Jochen Roß – als Duo mit Gitarre und Mandoline verhexen sie mit flinken Fingern ihr Publikum. Malte Vief, Jochen Roß und Reentko Dirks – als Trio mit Gitarre, Mandoline und Percussions gehen die drei an diesem Sonnabend im Fischerhaus eine musikalische Symbiose ein, wie man sie sich schöner und begeisternder nicht wünschen könnte.
Die Freunde anspruchsvoller Gitarrenmusik müssen es gewusst haben, dass dieser Konzertabend im Fischerhaus höchsten Genuss verspricht. Noch wenige Minuten vor Beginn des „Heavy Classic“-Konzerts werden immer wieder Stühle herbeigeholt, man sitzt mal wieder fast dem Nachbarn auf dem Schoß. Es ist eng, es ist warm und Thomas Schröder, Vorsitzender der Kulturförderung Brake, kapituliert schließlich: „Es ist keiner mehr unterzubringen.“ Auch den Saiteninstrumenten der Musiker macht das Klima zu schaffen, sie müssen immer wieder nachgestimmt werden. Dem musikalischen Spannungsbogen tut das keinen Abbruch.
Für den Braker Malte Vief ist das Konzert sowieso ein Heimspiel – und sein erster Gitarrenlehrer, Harald Wedemeyer von der Musikschule Wesermarsch, kann sich noch gut an die Anfänge seines vielversprechenden Schülers erinnern: „Ich habe ihm damals die ersten Griffe beigebracht, aber mir wurde schon nach einem Jahr Unterricht klar, dass aus Malte einmal etwas ganz Besonderes werden würde.“
Seine Virtuosität unterstreicht Vief gleich mit seinem ersten Solo-Stück, nachdem er seinem Publikum erklärt hat, was „Heavy Classic“ bedeutet: „Es ist eine konzertante Musik mit Rockelementen, eine Begegnung zweier verschiedener musikalischer Welten“. In seiner „Ballade des Nordens“, entstanden während einer Reise durch das nördliche Skandinavien, malt Vief musikalische Bilder eines Landes, perlende Sequenzen auf der Gitarre, untermalt sein Fuß als Rhythmusinstrument, Zunge und Lippen werden zu Percussions.
Facettenreich und kraftvoll folgen die Duette mit Jochen Ross, mit explosiver Leidenschaft und Hingabe ergänzt schließlich Reentko Dirks trotz aus Platzgründen abgespeckter Percussions das Duo. Ein homogenes Trio konzertiert wie aus einem Guss und bringt sein Publikum zum Jubeln.
