BRAKE/OLDENBURG - BRAKE/OLDENBURG/HEN - Zeitgenössische Kunst aus der Region präsentiert immer wieder die so genannte AG Kunst in der Oldenburgischen Landschaft im Oldenburger Elisabeth-Anna-Palais (Schlosswall 16). Bis zum 5. Mai sind jetzt Arbeiten von Nakia aus Südoldenburg zu sehen.
Nakia heißt eigentlich August Meyer. Er hat sich intensiv den Malstil Vincent van Goghs angeeignet. Entstanden ist so eine Kunst, die sich äußerlich stark an das große Vorbild anlehnt, dabei allerdings andere Inhalte vermittelt. Nakias Arbeitsweise hat etwas von zupackender Anverwandlung. Seine Bilder bestechen durch Farbigkeit und Vitalität. Es sind schöne Gemälde, die voller Freude von der Vielfalt des Daseins künden. Nakia versteht es, die Farben expressiv zu steigern und den Betrachter direkt anzusprechen (geöffnet: montags bis donnerstags 9–16 Uhr, freitags 9–13 Uhr).
Die Galerie Art Forum (Katharinenstr. 4), ist Oldenburgs beste Adresse für grafische Künste. Diesmal sind Arbeiten von Dieter Eckert zu sehen. 1942 in München geboren, studierte er freie und angewandte Kunst. Seine virtuosen und subtilen Farbradierungen wurden bereits auf der „documenta“ gezeigt. Eckerts Blätter sind abstrakt und doch figurativ. Elemente wie Bäume, Vögel oder Architektonisches lassen sich ausmachen. Diese wiederum fügen sich zu einem Bild, das die Wirklichkeit wie ein Kaleidoskop auffächert. Reizvoll sind die Übergänge der einzelnen grafischen Techniken, wie beispielsweise der zarte Hauch, den er mit der Aquatinta auf die Radierplatte zaubert. Galeristin Rita Kuhnert ist mit dieser Präsentation wieder eine schöne Schau gelungen, die in ihrer freudigen Farbigkeit einen prächtigen Frühlingsauftakt bildet (bis zum 30. April, donnerstags und freitags 17–20 Uhr, sonntags 11–17 Uhr).
Das Schiffahrtsmuseum der Oldenburgischen Weserhäfen in Brake (Breite Straße 9) hat durch den Ausbau im Borgstede & Becker-Haus einen zusätzlichen Raum für Wechselausstellungen erhalten, der nun mit einer Präsentation von Fotografien des Oldenburgers Peter Hoeltzenbein zu Gedichten des aus Brake gebürtigen Lyrikers Georg von der Vring eröffnet wird.
Von der Vring, 1889 in Brake geboren und 1968 in München verstorben, war der letzte Meister des Liedes. In seinem lyrischen Werk hat er sich immer wieder mit seiner Heimat, der Stadt Brake und der Wesermarsch, beschäftigt. Hoeltzenbein ist mit seinen Fotografien den lyrischen Spuren des Dichters gefolgt. Es gelingen ihm wunderschöne, eindringliche Bilder aus der Wesermarsch, die die Gedichte von der Vrings nicht illustrieren, sondern interpretieren (bis 22. April, montags bis sonnabends 10–12 Uhr und 14–17 Uhr, sonntags 10–17 Uhr; ab 1. April durchgehend 10 bis 17 Uhr; Fotoband 15 Euro).
