BREDEHORN - Ein vollbesetztes Festzelt und viel Gesang – das hat das Chorkonzert des Männergesangvereins Bredehorn bestimmt, zu dem mehr als 300 Besucher gekommen waren. Im Zelt neben dem „Stiener Kroog“ traten sieben Chöre aus Friesland und dem Ammerland auf, die der gastgebende Männergesangverein „Harmonie“ Bredehorn zum 100-jährigen Bestehen eingeladen hatte.
Die Zelter-Plakette für das 100-jährige Bestehen hatte der Chor bereits im Juni erhalten (die NWZ berichtete), jetzt folgte das zweitägige Fest mit Tanz und Gesang. Mit „Der Löwe schläft heut‘ Nacht“ und „Kriminaltango“ hatten die Bredehorner das Chorkonzert eingeleitet, es folgten der gemischte Chor Altjührden, die Namensvetter von „Harmonie“ Torsholt, der MGV Hüllstede (beide Ammerland), schließlich der Frauenchor Bockhorn, nach der Pause der gemischte Chor Grabstede, „Eintracht“ Eggeloge, der gemischte Chor Ocholt und zum Abschluss noch einmal „Harmonie“ Bredehorn. Alle überbrachten dem Verein mit ihrem Vorsitzenden Günther Wittje Grüße, von denen stellvertretend Ilse Kuhlmann aus Altjührden genannt werden soll: „Musik ist Balsam für die Seele“, sagte die Vorsitzende des gemischten Chores aus der Landgemeinde Varel.
Bürgermeister Ewald Spiekermann nannte das 100-jährige Bestehen ein „stolzes Jubiläum“. „Ohne Chöre wäre die Kultur in unserem Land, aber auch unser selbst, ärmer gewesen und würde auch in Zukunft ärmer sein“, sagte Spiekermann. Er wendet sich auch die Sängerinnen und Sänger: „Sie tun das ehrenamtlich und unterstreichen damit einmal mehr, von welch entscheidender Bedeutung das Ehrenamt für das soziale Klima in unserem Land ist.“
Das Ehrenamt spielte naturgemäß auch bei der Vorbereitung des Festes eine Rolle. So hatten die Bredehorner für „ihren“ Männergesangverein tüchtig Kuchen gebacken, der dann beim Chorkonzert verkauft wurde. 36 Bleche waren zusammengekommen, genug für die mehr als 300 Besucher und Gäste der sieben Chöre. Auch die interessante Festschrift über die 100-jährige Geschichte des Vereins fand ihren Absatz. Und schließlich hatten viele Bredehorner zum 100. „Geburtstag“ des Vereins geschmückt. Ganz so reichlich wie vor 50 Jahren bei der zweiten Fahnenweihe war es nicht (an jedem Haus gab es einen aufwendigen Bogen), aber eine Nachbildung der Schmuckbögen fand sich vor dem Festplatz.
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