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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Riesiger Kopf schwimmt auf dem Bodensee

19.07.2019

Bregenz Die Hauptfigur in Giuseppe Verdis Oper „Rigoletto“ muss viel ertragen. Der gleichnamige Hofnarr amüsiert sich zunächst mit seinem lüsternen Herzog – aber seine eigene Tochter Gilda sperrt er zu Hause ein, um sie vor Männern zu schützen. Doch es kommt natürlich wie es kommen muss: Gilda wird entführt, und der Vater muss zunächst Sorge, dann Angst und Hoffnungslosigkeit durchstehen. Und sein Verfall ist an diesem Abend bei den Bregenzer Festspielen deutlich zu sehen: Im Zentrum des Bühnenbildes steht ein knapp 14 Meter hoher Kopf aus Fassadenputz, Stahl und Holz, der eine riesige zweite Version des Hofnarren darstellt.

Und je mehr Rigolettos Verzweiflung wächst, umso mehr verliert der Kopf an Substanz. Erst fehlen die Augäpfel, dann fällt die Nase ab, und zum Schluss werden ihm noch die Zähne gezogen. Es ist eine ebenso verblüffende wie greifbare Inszenierung, die Philipp Stölzl auf die bekannte Seebühne am österreichischen Bodenseeufer bringt. Geschmeidigkeit und Schnelligkeit beeindrucken, mit der sich nicht nur der riesige Kopf, sondern auch eine ebenso überdimensionale rechte Hand mit all ihren Fingergliedern bewegen lässt.

Der Kopf fährt immer wieder hin und her, mal schwebt er nach oben und lässt seine Augen in den Himmel blicken, mal sinkt er nach unten ins Wasser hinein. Mithilfe des Lichts, das ihn in verschiedene Farben taucht, erscheint er zudem amüsiert, besorgt oder auch fast schon dämonisch.

In einer zweiten, linken Hand hält die Figur einen großen Fesselballon, in dem am Schluss die verstorbene Gilda in den Himmel fliegt. Die Vermutung kommt auf: Es mag das bisher höchste Bühnenbild der Bregenzer Festspiele sein. Und auch der Bodensee wird als Spielfläche genutzt. Bereits früh fallen, springen oder stolpern Darsteller ins Wasser. Für ihre Darstellung erhielten alle begeisterten Applaus von den 7000 Zuschauern. Begleitet wurden die Sänger unter anderen von den Wiener Symphonikern, die musikalische Leitung hat Enrique Mazzola inne.

Die Bregenzer Festspiele sind mit Verdis Oper in ihre 74. Saison gestartet. Rund vier Wochen lang wird das Stück gezeigt.

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