BREMEN -

Gezeigt werden zwei Tafeln aus dem Bremer Bestand. Hinzu kommt eine Tafel aus New York.

BREMEN/LNI - Die Kunsthalle Bremen vereint von heute an drei Altartafeln Albrecht Dürers aus ihrem eigenen Bestand und aus dem Metropolitan Museum of Art in New York. Ob die Christus-Darstellung aus den USA und die beiden Bremer Tafeln mit Heiligenfiguren ursprünglich für einen gemeinsamen Flügelaltar gemalt wurden, bliebe nach Infrarotuntersuchungen umstritten, teilte die Kunsthalle gestern mit. Die Ausstellung „Drei Gemälde – (K)ein Triptychon?“ ist bis zum 17. Juli (dienstags 10–21 Uhr, mittwochs bis sonntags 10–17 Uhr) zu sehen.

„Es ist die einmalige Chance, die Originale, die so lange getrennt waren, jetzt wieder zusammen zu sehen“, sagte Kunsthallen-Kuratorin Anne Röver-Kann gestern. Eine im Zweiten Weltkrieg verloren gegangene Tafel war erst im vergangenen Jahr von Estland an Bremen zurückgegeben worden.

Die New Yorker Tafel zeigt Christus vor sattem Grün als „Salvator mundi“, das heißt als Retter mit der Weltkugel in der Hand. Auf den Bremer Hochformaten sind die Eremiten Johannes der Täufer und Onuphrius in eine Landschaft gebettet. Die Meisterwerke stammen aus der Zeit zwischen 1503 und 1505.

Obwohl die Lindenholztafeln vom Format perfekt zusammenpassen, spricht vieles gegen die These eines dreiflügligen Hausaltars. „Für mich ist die Triptychon-Idee erledigt“, so Röver-Kann. Die Bildkomposition sei nicht aufeinander abgestimmt.

Infos: www.kunsthalle-bremen.de

Vieles spricht

gegen die These

eines dreiflügligen Hausaltars