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Aktualisiert vor 8 Minuten.

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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Schau beleuchtet Ikone des Bauhauses

22.05.2019

Bremen Die berühmte Bauhausleuchte des Produkt-Designers Wilhelm Wagenfeld (1900–1990) ist Ausgangspunkt einer Ausstellung, die von diesem Freitag an in Bremen zu sehen ist. Im Zusammenhang mit den Feiern zu 100 Jahre Bauhaus konzentriert sich das Wilhelm-Wagenfeld-Haus bis zum 27. Oktober auf die Leuchten-Entwürfe seines Namensgebers, der Bauhaus-Schüler war und zu den Pionieren des Industriedesigns gehört. „Gleich sein erster Entwurf von 1924 wurde mit seiner klaren Form zum Symbol für das Bauhaus“, sagte am Dienstag Museumsdirektorin Julia Bulk.

Die Leuchte war allerdings für viele Menschen unerschwinglich, weil sie größtenteils handgefertigt werden musste. Sie wurde deshalb zunächst nur wenige Jahre gefertigt, dann verschwand sie wieder vom Markt. Seit 1980 wird sie von der Bremer Firma „Tecnolumen“ in größeren Stückzahlen produziert und in mehreren Versionen verkauft – mit Erfolg. „Sie hat utopisches Potenzial“, sagt Bulk. „Sie steht für zeitlos-guten Geschmack und für eine Welt, die kommen könnte, die Menschen zusammenbringt, so wie in der Leuchte verschiedene Materialien wie Glas und Metall harmonisch vereint sind.“

Wagenfeld habe fast 150 Leuchten entworfen, führte Bulk aus. Doch nach 1945 habe er sich von den Idealen des Bauhauses entfernt: „Anstelle von streng geometrischen Formen wie Kugel und Zylinder entwickelt er für die Glashütte Peill & Putzle in Düren Leuchten mit organisch fließenden Gläsern.“ So sind in der Ausstellung sogar Deckenleuchten zu sehen, die mit Dekor experimentieren – für die Kunstschule des Bauhaus völlig undenkbar.

Später entstanden in seiner Stuttgarter „Werkstatt Wagenfeld“ für das Bamberger Unternehmen Lindner Typenreihen, die der Bauhaus-Idee von zeitlosem Design zu erschwinglichen Preisen folgten – auch für bisher wenig beachtete Bereiche wie Bad, Keller und Flur. „Insofern erinnert Wagenfelds Leuchtenprogramm an das vom zweiten Bauhausdirektor Hannes Meyer propagierte Motto ,Volksbedarf statt Luxusbedarf’“, sagte Bulk.

Das Schlusskapitel der Schau wendet sich wieder der Bauhausleuchte zu und zeigt, wie prägend ihre Form auch später für zeitgenössische Designer ist. „Gestalter wie Gio Ponti, Vico Magistretti oder Gae Aulenti arbeiten mit neuen Materialien, Konzepten und Formen und lassen sich doch als Interpretation der Bauhausleuchte lesen“, erläutert Bulk.

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