BREMEN - Immer schön im Wechsel mit den Internationalen Tanztagen in Oldenburg, die erst im April 2011 wieder an der Reihe sind, findet das Festival Tanz Bremen statt: An diesem Freitag wird es mit dem Star-Choreografen Alain Platel und der von ihm gegründeten belgischen Compagnie „Les Balletts C. de la B.“ im Theater am Goetheplatz (19.30 Uhr) eröffnet.

Renommierte Choreografen, junge Nachwuchskünstler, Compagnien und Tänzer der internationalen sowie der lokalen Szene zeigen bis zum 17. April in der Hansestadt das breite Spektrum des zeitgenössischen Tanzes. Die Auftaktveranstaltung ist zugleich einer der Höhepunkte. Platel zeigt in einer Deutschlandpremiere seine aktuelle Arbeit „Out of Context – for Pina“, die er den Sehnsüchten, Deformationen und der Verletzlichkeit des Körpers widmet.

Zu den internationalen Gästen gehören unter anderen der Kanadier André Gingras (12. April, 19.30 Uhr), die Iceland Dance Company (13. April, 20.30 Uhr), Ann van den Broek aus den Niederlanden (15. April, 19.30 Uhr) und das israelische Choreografenpaar Guy Weizman und Roni Haver (17. April, 20 Uhr).

Dabei stellt das Festival schwerpunktmäßig Produktionen vor, in denen die Musiker mehr sind als bloße Klangkonserven oder versteckt im Orchestergraben: Die Musik kommt live von der Bühne und tritt in szenischen Dialog mit den Tänzern. So kombiniert etwa der langjährige Protagonist der William-Forsythe-Compagnie, Richard Siegal, in seiner Choreografie „Homo Ludens“ Tanz mit Medienkunst und Musik (16. April, 20 Uhr).

Aber nicht nur die Gäste sind für tänzerische Höhepunkte zuständig: Auch das heimische Doppelensemble „nordwest/Tanzcompagnie Oldenburg & Tanztheater Bremen“ zeigt mit der Arbeit „Double Lives“ des Finnen Tero Saarinen (10. April, 19.30 Uhr), dass es Vergleiche nicht zu scheuen braucht.