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21.03.2019

Bremen /Oldenburg Die Nacht zum Tag zu machen, das ist gar nicht so schwer – jedenfalls nicht, wenn man aus Skandinavien kommt. Denn oben am Polarkreis spielt der Übergang je nach Jahreszeit wegen der niemals untergehenden oder auftauchenden Sonne eine eher nachrangige Rolle. Auch deswegen ist Norwegen in diesem Jahr als Gastland der „Jazzahead“ (25. bis 28. April) bestens geeignet. Denn geboten wird viel für Nachtschwärmer: Allein die Clubnight am 27. April bietet 80 Konzerte in Bremen und umzu. An 34 Orten spielen von 17 Uhr am Samstag bis in den frühen Sonntag 55 Bands unterschiedlicher Stilrichtungen.

Die vielen Facetten der Jazz-Szene in Norwegen sind also an vielen Terminen zu erleben, darunter die Festival-Eröffnung im großen Haus des Theaters am Goetheplatz sowie das Gala-Konzert in der „Glocke“. Hinzu kommen acht sogenannte Showcases am 25. April sowie Auftritte während der Club-Nacht. „Ich glaube, das höhere Ideal unserer Jazz-Szene ist es, vor allem die eigene, unverwechselbare Stimme zu finden“, sagt Øyvind Larsen, Projektleiter beim „Norsk Jazzforum“ in Oslo. „Wir sagen, Jazz ist nicht unbedingt eine stilistische Ausrichtung, sondern eine Art, Musik zu machen.“

Von Tanztheater bis zur Club-Nacht

Musik und Partys, Literatur und Filme, Theater, Tanz und mehr: Das begleitende Festival zur Fachmesse „Jazzahead“ (25. bis 28. April) gewährt vielfältige Einblicke in die Kultur des Gastlandes Norwegen. Die Reihe umfasst rund 40 Veranstaltungen inklusive der „Norwegian Night“ am Donnerstag, 25. April, und den Auftritten norwegischer Bands in der „Clubnight“ am Samstag, 27. April.

Als Appetitanreger greift Ulrich Beckerhoff selbst zur Trompete. Der künstlerische Leiter der „Jazzahead“ spielt am 14. April mit dem norwegischen Bassisten Arild Andersen in der Bremer Kulturkirche St. Stephani.

Karten für die Konzerte sind einzeln oder für alle Tage erhältlich. Eine Übersicht und weitere Informationen unter

    www.jazzahead.de

Hochinteressant ist Europas wichtigste Messe des Jazz gleichermaßen für Musiker, Konzertveranstalter und die Verantwortlichen der Plattenfirmen. „Es ist eine schöne Möglichkeit, aus den unendlichen Weiten des Online-Universums herauszusteigen und den Menschen persönlich zu begegnen, zwischenmenschliche Energien und Synergien zu spüren“, stellt Olivia Trummer fest. Die 33-jährige Pianistin und Vokalistin aus Stuttgart ist zwar schon seit einigen Jahren auf der Bühne und in den Studios präsent, mit der Zuerkennung des mit 15 000 Euro dotierten Jazzpreises Baden-Württemberg vor wenigen Tagen erfährt sie zusätzlich Ruhm und Ehre.

Inwieweit es ihrer Karriere einen weiteren Schub verleihen kann, wird sie schon in Bremen erleben. „Das persönliche Gespräch ist eine viel organischere und feinere Art der Begegnung und eine aussagekräftigere Basis, um eventuell gemeinsam Pläne zu schmieden. Natürlich knüpfen sämtliche Begegnungen an die bisherigen Ergebnisse meiner künstlerischen Arbeit an. Mit der persönlichen Begegnung allein ist es nicht getan, da steckt jahrelange Entwicklungsarbeit dahinter.“

Der Showcase-Wettbewerb gilt als Herzstück der Fachmesse. „Vier Jurys haben aus 764 Bewerbungen 40 Teilnehmer herausgefiltert“, erklärt der künstlerische Leiter und Trompeter-Urgestein Ulrich Beckerhoff. „Erstes Kriterium ist die Qualität, dann kommen weitere Aspekte ins Spiel – wie Instrumentierung, Herkunft oder auch die Genderfrage.“ Alle ausgewählten Bands müssen international tourfähig sein, was hohe musikalische Ausdrucksmöglichkeiten voraussetze, stellt der Bremer fest und nennt seinen Geheimtipp: „Die norwegische Band Frode Haltli Avant Folk verbindet Jazz und Folklore auf hochinteressante Weise.“

Am Sonntag, wenn sich die Messetüren schließen, geht es im Kulturzentrum Schlachthof weiter: Das Molde International Jazz Festival präsentiert das 15-köpfige Ensemble „Large Unit” in Fusion mit dem Netzwerk der nordischen Jazz-Organisationen – Jazz Denmark, Svensk Jazz, Jazz Finland, Music Finland und Norsk Jazzforum. Und dass die Skandinavier dabei den Tag zur Nacht und wieder zum Tag machen werden, versteht sich fast von allein.

Oliver Schulz Redakteur / Politikredaktion
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