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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Volksfest: Bremen erlaubt Freimarkt

09.09.2020

Bremen /Oldenburg Kein Alkohol, keine Festzelte, weniger Karussells – so soll der 985. Bremer Freimarkt in diesem Corona-Herbst aussehen. Die Landesregierung des kleinsten Bundeslandes beschloss am Dienstag, das Volksfest nicht abzusagen, sondern es verkleinert stattfinden zu lassen. Damit geht es dem Freimarkt besser als anderen Volksfesten mit Millionen Besuchern wie dem Oktoberfest in München oder dem Cannstatter Wasen in Stuttgart. Zum Freimarkt waren vergangenes Jahr 4,4 Millionen Gäste gekommen.

Das Konzept des Senats sieht vor, den Veranstaltungsort, die Bürgerweide, komplett einzuzäunen. Es sollen nie mehr als 6000 Besucherinnen und Besucher zugleich eingelassen werden. Masken müssen nicht überall getragen werden, sind aber an Ein- und Ausgängen und beim Schlangestehen Pflicht.

Weniger Party

„Mehr Familie, weniger Party – das verlangt leider die Corona-Pandemie, auch wenn wir alle uns natürlich den Freimarkt wünschen würden, den wir in den vergangenen Jahren lieb gewonnen haben. Aber den können wir uns in diesem Jahr nicht erlauben“, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). „Wir hoffen jetzt, dass wir uns mit den Schaustellern in den nächsten Tagen verständigen können.“

Die Betreiber von Fahrgeschäften und Buden müssen entscheiden, ob sie unter diesen Umständen überhaupt zum Freimarkt kommen. Sie sind von der Absage fast aller Volksfeste seit März wirtschaftlich schwer getroffen. Allerdings schmeckt ihnen das vorgesehene Alkoholverbot nicht. Bovenschulte schloss nicht aus, dass diese Einnahmeverluste teilweise entschädigt werden könnten. Auch der Termin muss neu festgelegt werden. Der Senat ist bereit, den Freimarkt auf vier Wochen zu verlängern. Ursprünglich war der Markt vom 16. Oktober bis zum 1. November geplant.

Der Vorsitzende des Bremer Schaustellerverbandes, Rudolf Robrahn, reagierte überrascht auf das Angebot. „Wir freuen uns erst mal“, sagte Robrahn. Allerdings seien die Pläne für die Schausteller „teilweise nicht nachvollziehbar“. So sieht Robrahn das generelle Alkoholverbot kritisch. Das sei eine Ungleichbehandlung gegenüber der stationären Gastronomie. Überdies sei Alkohol in der Softversion völlig unbedenklich: „Im Grunde entmündigt man volljährige Besucher mit dem Verbot.“

Kein Kramermarkt

Im Gegensatz zum Bremer Freimarkt findet der Oldenburger Kramermarkt in diesem Jahr nicht statt. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann wies auf Anfrage unserer Redaktion darauf hin, dass sich die Stadt an den Vorgaben des Landes Niedersachsen orientieren müsse. Daher sei hier die Situation anders als im Stadtstaat Bremen. Als Ersatz für den Kramermarkt findet in Oldenburg der Freizeitspaß „La OLa“ vom 17. September bis 11. Oktober statt. Auch dort gibt es hohe Anforderungen an das Hygienekonzept.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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