BREMEN - BREMEN/EPD - Bei der Telefonseelsorge in Bremen suchen nach Angaben ihrer Leiterin Friederike Jordt vermehrt ältere Menschen über 70 Jahre Entlastung. Ihre Themen seien ähnlich wie bei anderen Altersgruppen, sagte die evangelische Pastorin am Dienstag. „Es geht um Einsamkeit, aber auch um Partnersuche.“ Im vergangenen Jahr führten die mehr als 70 ehrenamtlichen Mitarbeitenden der kirchlichen Einrichtung knapp 18 400 Seelsorgegespräche.
Während der 24-Stunden-Dienst unter der kostenlosen Seelsorge-Rufnummer 0800-111 0 111 ging es laut Jordt hauptsächlich um psychische Krisen, Beziehungsprobleme und Einsamkeit. Die Hilfesuchenden hofften auf emotionale Entlastung und Ermutigung, hieß es. Neu sei die engere Zusammenarbeit mit mehreren Kirchengemeinden und der Krankenhausseelsorge.
Wer bei der kirchlichen Krisen-Hotline mithelfen will, kann sich über die Rufnummer 0421/321 618 informieren. Die Ausbildung der Freiwilligen sei ein durchgängiger Schwerpunkt in der Arbeit. Die bremische Kirche kürzt die Zuschüsse für die Telefonseelsorge in den nächsten Jahren um knapp 20 Prozent.
