BRETTORF - Früher trat die Feuerwehrkapelle Brettorf bei großen Anlässen auf. So brachten es die Musiker allein im Jahr 1975 auf 37 Auftritte. Rund zwei Jahrzehnte lang waren sie Stammgäste beim Wildeshauser Gildefest. Inzwischen ist die Gruppe wesentlich kleiner und weniger aktiv geworden. Aus dem dörflichen Leben Brettorfs ist sie gleichwohl nicht wegzudenken, so mit ihren Auftritten beim Maibaumsetzen, Volkstrauertag und kleinen Jubiläen. An diesem Sonntag, 2. August, steht die Kapelle nun selber im Blickpunkt eines Jubiläums: Sie besteht 50 Jahre. Zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Brettorf, die 75 Jahre alt wird, wird von 10 bis 18 Uhr mit buntem Programm beim Feuerwehrhaus gefeiert (die NWZ berichtete).

15 Frauen und Männer üben derzeit regelmäßig alle zwei Wochen im Feuerwehrhaus. Dabei ist die Altersspanne groß: Von 28 bis 78 reicht sie, berichtet Dieter Guhn, der die Kapelle leitet. Mit Heiko Borchers, Rolf Wilkens und Guhn kommen nur noch drei aus dem Dorf direkt. Alle anderen wohnen inzwischen, oft weiter entfernt, in der Region, halten aber gleichwohl der Musikgruppe die Treue.

Feuerwehrmann Josef Stumper gab 1959 den Anstoß, die Kapelle zu gründen. Von kleinen Anfängen wurde die Gruppe schnell größer und absolvierte bereits 1960 zehn Auftritte. Erster Dirigent war Heinrich Lübke, später folgten Karl-Ernst Fischer, Willi Logemann und Curt Voigt. Ihren Übungsraum hatte die Kapelle von 1971 bis 2001 in der Diele von Josef Stumper.

Mit Rolf Wilkens ist am Sonntag ein Musiker in den Reihen der Feuerwehrkapelle dabei, der seit 1959 mitspielt. Neben der Feuerwehrkapelle treten das Jugendblasorchester der Feuerwehr Beckeln und der Musikverein Ellenstedt auf.