London - Der neue Direktor des British Museum in London, Hartwig Fischer (53), sieht bisher keine Auswirkungen der Brexit-Entscheidung auf die Arbeit des berühmten Hauses. Das Museum habe ein weit gespanntes Netzwerk von Kooperationen innerhalb und außerhalb der EU, sagte Fischer am Freitag in London. „Es ist viel zu früh jetzt schon zu sagen, welche Konsequenzen die Entscheidung des Referendums langfristig haben wird“, sagte er. „Wie sich das Verhältnis des Vereinigten Königreichs mit der EU in Zukunft gestaltet, werden wir sehen müssen.“
Fischer ist der erste ausländische Chef des Museums seit fast 200 Jahren und der erste Deutsche in dieser Position. Er war zuvor Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden. In London beerbte er Neil MacGregor, den Gründungsintendanten des Humboldtforums im rekonstruierten Berliner Stadtschloss. Das 1753 gegründete British Museum gehört weltweit zu den größten und wichtigsten kulturgeschichtlichen Museen.
