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NWZonline.de Nachrichten Kultur

MUSIK: Brisantes und Bewegendes

05.09.2006

OLDENBURG Anspruchsvolles und Beschwingtes standen im Großen Haus dicht beieinander. Das Programm kam gut an.

von Werner Matthes OLDENBURG - „Vorhang auf!“, der musikalische Gala-Einstand zum Auftakt der Spielzeit, ist eine schöne, seit vielen Jahren gepflegte Tradition des Oldenburgischen Staatstheaters. Markus Müller, der neue Generalintendant und Moderator, hat diese Chance in vielfacher Weise genutzt: um neue Ensemble-Mitglieder und auch sich selbst vorzustellen, um ein Musiktheater-Programm zu präsentieren, das zu den interessantesten der letzten Jahre gehört.

„Sehnsucht nach Utopien“, das Spielzeit-Motto, findet neben dem Schauspiel auch in Musiktheater-Produktionen vielfältig Resonanz. Werke, die in Geschichte, Mythologie und Gegenwart spielen, erstanden in vielen Facetten, und Müller hat mit Erfolg jene Publikumsneugier geweckt, die ein solcher Spielplan nun einmal „braucht“. Solisten, Orchester und Chor, die Dirigenten GMD Alexander Rumpf, Olaf Storbeck und Jason Weaver präsentierten sich in Hochform, und man wäre wunschlos glücklich gewesen, wenn der Orchesterklang die Sänger nicht manchmal zugedeckt hätte.

In Ausschnitten aus Schostakowitschs Musikkomödie „Moskau, Tscherjomuschki“, die von einer Wohnungssuche mit Hindernissen erzählt, entwickelten Irina Wischnizkaja, Thomas W. Kuckler, Katerina Hebelkova, Henry Kiichli, Bernard Lyon und die „Neuen“ Nathalie Senf und James Bobby angemessenen Schmiss. Einen neuen Don José in „Carmen“ gab es mit Daniel Ohlmann, einem mit leuchtender Stimmfülle gesegneten Tenor, der sich an der Seite von Katerina Hebelkova (Titelpartie) vorstellte. James Bobby hatte als Captain des 1985 entführten Kreuzfahrtschiffs „Achille Lauro“ in John Adams brisanter Polit-Oper „The Death of Klinghoffer“ einen bewegenden Auftritt.

Als „Fest der Stimmen“ gaben sich Ausschnitte aus der Strauss-Oper „Ariadne auf Naxos“, mit Marcia Parks, Katerina Hebelkova, dem neuen Heldentenor Thorsten Scharnke (Bacchus) und Anja Metzger (Zerbinetta), die ihre Koloratursopran-Qualitäten gewinnend einsetzte.

Nathalie Senf sang den Orpheus in Glucks „Orpheus und Eurydike“ mit feinem Empfinden. In Poulencs „Les Dialogues des Carmélites“, die das Schicksal von Ordensschwestern zur Zeit der Französischen Revolution thematisiert, waren einfühlsam Anja Metzger, Irina Wischnizkaja, Daniel Ohlmann zu hören. Den peppigen Kehraus lieferten Tracy Plester, Paul Brady, Henry Kiichli und Chor mit dem Musical „Anything goes“, das nach dem Erfolg in Elsfleth nunmehr ins Große Haus Einzug hält. Ungeheuerer Beifall. Ein besser lesbares Programm (ohne Lupe) möchte man sich künftig wünschen.

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