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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Bücherschau ein großer Erfolg

19.10.2009

FRANKFURT /MAIN Der italienische Schriftsteller Claudio Magris hat am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des deutschen Buchhandels entgegengenommen. In seiner Dankesrede bezeichnete der 70-jährige Essayist und Romancier es als „Blendwerk“, „von der Universalität des Kriegs besessen zu sein und ihn für unvermeidlich zu halten“.

Der deutsche Historiker Karl Schlögel sagte in seiner Laudatio auf den Preisträger, Magris verkörpere mit seiner Literatur die „bessere Seite“ der mitteleuropäischen Tradition. Das bedeute, „die andere Seite immer mitzudenken“. Den mit 25 000 Euro dotierten Friedenspreis überreicht der deutsche Buchhandel stets am letzten Tag der Frankfurter Buchmesse.

Der Veranstalter der 61. Frankfurter Buchmesse hat ein positives Fazit der am Sonntag zu Ende gegangenen weltgrößten Bücherschau gezogen. „Verlage aus aller Welt haben so viele Lizenzabschlüsse getätigt wie schon lange nicht mehr“, sagte der Sprecher der Buchmesse, Thomas Minkus. Zuvor hatte bereits das Organisationskomitee des Auftritts des Gastlandes China sich „sehr zufrieden“ mit dem Verlauf der Frankfurter Buchmesse gezeigt. An den fünf Messetagen kamen etwa vier Prozent weniger Besucher als im Vorjahr. Zum Abschluss wurde Vertretern Argentiniens die „Gast-Rolle“ für das kommende Jahr übergeben.

Minkus betonte, auf der Buchmesse habe „niemand über die Wirtschaftskrise gesprochen“. Vielmehr seien bei dem „Jahrestreffen einer zukunftsfähigen Branche“ die Neuerscheinungen für das kommende Jahr vorbereitet und Trends wie das E-Book und Literatur in digitaler Form diskutiert worden. Als mögliche Gründe für die besseren Geschäfte der Verlage nannte Minkus den Boom des chinesischen Buchmarkts und die breitere Präsenz der Verleger auf der Messe.

Im Umgang mit dem Ehrengastland China beobachtete Minkus „eine relativ reibungslose Kommunikation“. Veranstaltungen von Tibet-Aktivisten, Vertretern der uigurischen Minderheit und Taiwanesen seien friedlich verlaufen und hätten „bewiesen, dass auf der Buchmesse alle Meinungen und Ansichten respektiert werden“.

Die Diskussionen vor Beginn der Buchmesse um Meinungsfreiheit und Menschenrechte nannte Minkus „wichtig und richtig“. Sie hätten „große Neugier gemacht auf China“. Die Buchmesse habe „China zum Anfassen und Zuhören“ präsentiert.

www.buchmesse.de

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