Oldenburg - Ihr Foto ging um die Welt: eine US-Soldatin im irakischen Militärgefängnis Abu Ghraib mit einem Häftling an der Hundeleine. Autorin Barbara Herold hat aus dieser wahren Geschichte ein Theaterstück gemacht: „Covergirl – Wie Lynndie England dazu kam, das böse Amerika zu verkörpern“. Das Theater Hof/19 an der Bahnhofstraße 19 hat daraus unter der Regie von Dieter Hinrichs und der Dramaturgie von Frauke Allwardt ein eindringliches Schauspiel inszeniert als Balance-Akt zwischen Rechtfertigung und Anklage, Monster und Mensch. Das Stück steht im Mittelpunkt des Spielplans im 1. Halbjahr 2016 – Vorstellungen sind am 11., 12. und 13. Februar sowie am 7., 8. und 9. April. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.
Harter Stoff – allerdings im hochprozentigen Sinne – ist auch das Stück, das im Theater Hof/19 am zweithäufigsten auf dem Programm steht: Der feuchtfröhliche Abend „Doppelter Whisky, einfaches Glück“, für den sich die Spielstätte in einen irischen Pub verwandelt, ist an fünf Terminen ausverkauft. Daher haben die Theatermacher für Sonntag, 24. April, 20 Uhr, einen Zusatztermin angesetzt.
„Vom Meer“ erzählen Schauspieler Dieter Hinrichs und Pianist Enno Meyer in einem musikalisch-theatralischen Mix aus besinnlichen, humorvollen, bekannten und unbekannten Liedern und Texten am 11. und 12. März, jeweils ab 20 Uhr. Zwei Abende, die unbedingt auch Landratten zu empfehlen sind, wirbt Frauke Allwardt vom Theater Hof/19.
Ein tierisches Vergnügen für Kinder ab dem Alter von vier Jahren inszeniert das Theater in dem Stück „Die kleine Zoogeschichte“, das am 21. Februar ab 16 Uhr aufgeführt wird.
Am Saisonende steht ein besonderes Gastspiel auf dem Programm: Das Helene-Weigel-Haus aus Rügen präsentiert mit „Auf Mäckie Messers Schneide“ eine Hommage an Helene Weigel und Bertolt Brecht. Die Schauspieler und Musiker Marie-Luise Gunst und Jens Hasselmann zeichnen an zwei Abenden (28. und 29. April, jeweils 20 Uhr) den stürmisch-leidenschaftlichen Weg des Ehepaares nach.
