BüHREN - Das Interesse war groß, die Atmosphäre angenehm. „Wenn es das in den anderen Ortschaften auch so läuft, macht das richtig Spaß“, zeigte sich der Fachbereichsleiter Bau der Stadt Wildeshausen, Ulrich Fortmann, angetan von der ersten Versammlung vor Ort zur Umsetzung der Verbunddorferneuerung in Wildeshausen im Bereich Auetal/Pestruper Heide. Mit Bürgermeister Dr. Kian Shahidi und Fachplaner Eckhart Mumm stellte Fortmann am Dienstagabend die Pläne für die Ortschaft Bühren auf dem dortigen Dorfplatz vor.

Nach der Genehmigung des Plans zur Verbunddorferneuerung im Februar 2010 durch die Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) steigt die Stadt Wildeshausen jetzt in die konkrete Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen ein. 2010 hat sie ein Gesamtvolumen von 514  000 Euro für öffentliche Maßnahmen im Haushalt. Ein erheblicher Anteil davon fließt aus Fördertöpfen.

In Bühren kamen neben einigen Ratsmitgliedern rund 25 Personen. In eineinhalb Stunden wurde gemeinsam die aktuelle Planung besprochen. Eines der wichtigsten Vorhaben in Bühren: Zwei Einmündungsbereiche auf die Kreisstraße sollen verändert werden. Durch den Einbau von Grauwacke (kleine Findlinge) sollen die Ortseingänge klarer markiert und zugleich das Tempo des Verkehrs gesenkt werden, erläuterte Fortmann. Bei einer Zufahrt werde auch der Trichter der Einfahrt etwas geändert, hieß es. Mehrere Landwirte äußerten den Wunsch, die Sichtdreiecke zu verbessern, indem besonders die Gehölze entfernt werden. „Die großen Bäume bleiben stehen“, so Fortmann.

Neben Baumanpflanzungen entlang der Dorfstraße soll auch die Beleuchtung erneuert werden. Das gilt auch für Buswartehäuschen und Infotafel. Diese drei Bereiche sollen auch noch im Gesamtarbeitskreis besprochen werden, um möglichst eine Lösung aus einem Guss für alle beteiligten Orte in der Wildeshauser Landgemeinde zu finden. So stehen bei den Wartehäuschen mehrere Varianten zur Auswahl. Hier setzt die Stadt auch auf Fördermittel des Zweckverbandes VBN zur Finanzierung. Zwölf Kinder nutzen übrigens derzeit die Haltestelle Bühren.

Beim Dorfplatz ist eine Vergrößerung vorgesehen, ebenso eine Befestigung mit Klinkern. Tisch und Bänke sollen überarbeitet werden. Einen Unterstand, wie anderenorts oft gewünscht, brauchen die Bührener dagegen nicht. „Sie möchten einen hellen, freundlichen Platz haben“, fasste Fortmann zusammen.

zur Umsetzung der Pläne in Bühren ist die Vorstellung im Bauausschuss. Danach ist die Ausschreibung der Arbeiten geplant, so dass im Herbst begonnen werden könnte. Nach und nach sollen in allen Ortschaften die Pläne präsentiert werden. Nach den Sommerferien ist Bargloy an der Reihe. Zudem ist ein Flugblatt mit Hinweisen für private Förderanträge in Arbeit.

Ulrich Suttka
Ulrich Suttka Kanalmanagement