Gehlenberg/Nordkreis - Die Erdholländer Windmühle auf dem Mühlenberg in Gehlenberg ist das Wahrzeichen des Ortes. Ihre Flügel drehen sich seit 175 Jahren. Anlässlich dieses Jubiläums lud an Pfingstmontag der Heimatverein Gehlenberg-Neuvrees-Neulorup zu einer Feierstunde unter den Mühlenflügeln ein. Die Schützenkapelle Gehlenberg begleitete den Empfang musikalisch. Im Backhaus gab es frisches Brot aus dem Steinofen.
Wilhelm Olliges, Vorsitzender des Heimatvereins Gehlenberg-Neuvrees-Neulorup, konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter den stellvertretenden Landrat Hartmut Frerichs, Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann, die Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers, Rüdiger Heßling, Vorsitzender der Mühlenvereinigung Niedersachsen-Bremen, Hans-Georg Knappik, Präsident des Heimatbundes Oldenburger Münsterland, Ferdinand Cloppenburg, Ehrenbürger und Vorsitzender des Heimatvereins Friesoythe, Pater Lucas von der Pfarreiengemeinschaft „Abraham“ sowie Abordnungen der benachbarten Heimatvereine.
„Ich danke allen für ihre Unterstützung“, begrüßte Wilhelm Olliges die Gäste. Einrucksvoll skizzierte er die Geschichte der Gehlenberger Mühle. Über Jahrzehnte habe er sich mit dieser beschäftigt, sagte der Vorsitzende.
110 Jahre war die Windmühle in Betrieb. Im Jahr 1950 wurde sie außer Dienst gestellt. Der 1978 gegründete Heimatverein Gehlenberg-Neuvrees-Neulorup kaufte 1980 die Mühle vom Kreisheimatverein Aschendorf-Hümmling für 10 000 D-Mark. Seitdem kümmern sich die Mitglieder um die Instandhaltung des Erdholländers. „Wir sind stolz, dass wir die Mühle erhalten konnten“, meinte Olliges.
Es sei ihm eine große Ehre mitfeiern zu dürfen, überbrachte Hartmut Frerichs stellvertretend die Glückwünsche des Landkreises und der Oldenburgischen Landschaft, der er als Vorstandsmitglied angehört. Der Termin hätte nicht besser gewählt werden können, verwies er auf den Deutschen Mühlentag, im Zuge dessen im Nordkreis neben Gehlenberg auch die Mühlen in Scharrel und Barßel öffneten. Über Jahre sei in Gehlenberg ein Kleinod entstanden, das immer stärker in den touristischen Fokus rücke, freute sich Frerichs.
Mühlen seien schon immer der Mittelpunkt einer Ortschaft gewesen, sagte Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann. Gemeinsam sei in Gehlenberg Großartiges geleistet worden, unterstrich er das Engagement der Bevölkerung.
Die Gehlenberger könnten stolz darauf sein, dass sie so einen Ort haben, gratulierte Präsident Hans-Georg Knappik im Namen des Heimatbundes Oldenburger Münsterland. Windmühlen seien ein Teil der Heimat. Dieses kulturelle Erbe gelte es zu erhalten. Als ein bauliches Juwel bezeichnete Rüdiger Heßling die Gehlenberger Mühle. „Wir können stolz auf die Ehrenamtlichen sein“, sagte der Vorsitzende der Mühlenvereinigung.
