Hude - Die Bürgerstiftung Hude blickt auf ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr zurück, wie die Vorstandsvorsitzende Gerburg Schaller am Mittwochabend beim Stifterforum in den Räumen der Volksbank berichtete. Vor allen Dingen sei es gelungen, den Gedanken der Stiftung weiter in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger zu tragen. Daraus resultierte auch ein sehr hohes Spendenaufkommen, dass es der Stiftung ermöglichte, viele Dinge im Ort zu fördern.
Oft sind diese Spenden zweckgebunden, wie die 4500 Euro, die von namentlich nicht genannten Spendern gezielt für Deutschkurse für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt wurden.
Dankbar für Spenden
„Wir sind glücklich, mit diesen Mitteln arbeiten zu können“, sagte Schaller. Eine Stiftung könne nur so gut sein, wie ihre finanziellen Mittel.
Die Stiftung benötige dabei auch weiteres Kapital, um die Zinserträge zu steigern, aus denen dann wieder Gutes für den Ort getan werden könne. „Vielleicht gibt es ja mal ein Erbe, das uns zugedacht wird“, meinte Schaller beim Stifterforum, an dem auch Bürgermeister Holger Lebedinzew teilnahm.
Die Bürgerstiftung unterstützt die Lesepaten oder hat das Projekt „Kinder stark machen“ im Kindergarten St. Marien gefördert.
Die Stiftung fördert ein Projekt für mehr Bewegung an der Grundschule Hude-Süd mit dem TV Hude.
Das ehrenamtliche Netzwerk Asyl kann Zuwendungen abrufen, wenn in den Flüchtlingsfamilien Bedarf ist.
Ein Höhepunkt ist die jährliche Weihnachtswunschbaumaktion, mit der Kindern aus Familien, denen es finanziell nicht so gut geht, mit Unterstützung von Bürgern und Firmen eine Freude bereitet wird.
Die Wunschbaumaktion soll es auch 2016 wieder geben. Darüber hinaus wird der Lesepateneinsatz in den Kindergärten und Grundschulen weiter gefördert.
Die Leseförderung ist überhaupt ein besonderes Anliegen. So ist geplant, an einem Sonntag im August, voraussichtlich am 28., den Hudern eine besondere Aktion zu bieten. „Lesen an außergewöhnlichen Orten“, nennt es Conny Bley vom Vorstand. Es werden an verschiedenen Orten Geschichten vorgelesen, für die Kinder und auch die Erwachsenen. Im Park, im Garten oder anderswo.
Die Bürgerstiftung möchte außerdem über das Jahr alle Huder aufrufen, ihre schönsten Motive aus dem Klosterort einzusenden für einen Kalender, den die Bürgerstiftung für 2017 herausgeben möchte.
Ein Kinderfest ist wiederum beim Bürgerfest geplant. Bereits am 28. Februar kommt auf Einladung des Bürgerstiftung Schauspieler Mathias Kopetzki nach Hude. Im Forum der Ustinov-Schule spielt er ab 19 Uhr das preisgekrönte Theaterstück „Dreck“ und lässt dabei den arabischen Flüchtling Sad, der illegal als Rosenverkäufer in Deutschland lebt, der heutigen Gesellschaft den Spiegel vorhalten.
Theater mit Kopetzki
Karten gibt es ab sofort in der Buchhandlung „Lesen & Mehr“ für 15 Euro. Der Erlös ist für die Flüchtlingsarbeit vor Ort bestimmt.
Die Huder Bürgerstiftung will noch mehr für die Öffentlichkeitsarbeit tun. Der Internetauftritt soll mehr Transparenz bringen. Die Zusammenarbeit des Vorstandes mit dem Stiftungsrat sei sehr gut, lobte Stiftungsratsvorsitzender Jürgen Kikker. Auch er hofft, dass die Zustiftungen steigen.
Zurzeit verfügt die Stiftung über 54 500 Euro Stiftungskapital. Inklusive der Rücklagen für Projekte beträgt das Vermögen 72 900 Euro, wie Kevin Roblick vom Vorstand beim Finanzbericht erklärte. Die jährlichen Zinseinnahmen liegen bei rund 1100 Euro. Bislang sind es 20 Stifter und Zustifter, die sich engagieren.
