Ganderkesee - Mithilfe aktiver Bürger die Zukunft der Gemeinde sichern: Dieses Ziel verfolgt die Bürgerstiftung Ganderkesee – und sieht sich auf gutem Weg. Drei Jahre nach der Gründung nahm der Stiftungsvorstand das Ende der ersten „Legislaturperiode“ zum Anlass, um am Dienstagabend im Alten Rathaus eine Zwischenbilanz zu ziehen.
„Wir sind durch raue See geschwommen“, beschrieb Vorsitzender Dr. Hans-Georg Zechel den Aufbauprozess. „Vor allem die Organisationsstrukturen haben uns sehr beschäftigt.“ Längst stehe aber die Projektarbeit im Mittelpunkt. Allerdings gelte es nach wie vor, die Wahrnehmung der Stiftungsarbeit in der Gemeinde zu verbessern.
Von 28 Projekten seien 18 durchgeführt, sechs im laufenden Prozess und vier in Planung, berichtete Vorstandsmitglied Klaus Fuchs. Rund 25 000 Euro seien bisher eingesetzt worden, wobei ein immenser Wert durch ehrenamtliche Arbeit hinzugerechnet werden müsse. Das Stiftungskapital von 45 000 Euro darf nicht angetastet werden, gearbeitet wird mit den Zinserträgen und vor allem mit Spenden. „Firmen spenden zunehmend, etwa Erlöse aus Jubiläumsveranstaltungen“, so Fuchs. Aber auch die vielen kleinen Beiträge von Bürgern hätten vieles ermöglicht.
Sehr erfolgreich verlief laut Fuchs die musikalische Früherziehung in drei Kindertagesstätten im Außenbereich. Damit sei die Stiftung gleich zweien ihrer drei Schwerpunkte gerecht geworden: der Bildungsarbeit und der Stärkung des ländlichen Raumes. Dritter Schwerpunkt ist die Familienförderung. Zurzeit steht die Arbeit für Flüchtlinge im Vordergrund.
