BUNNEN - Im Alter von 96 Jahren ist Josef Dumstorff jetzt in seinem Heimatdorf Bunnen verstorben. Insbesondere das kirchliche Leben hatte Dumstorff während der vergangenen Jahrzehnte mitgeprägt.

Vor allem das Kolpingwerk faszinierte den Schneidermeister: Dessen Zielen und Idealen widmete er einen großen Teil seines Lebens – 76 Jahre war er treues Mitglied. Sein Name galt Jahrzehnte hindurch als Gütezeichen und Aushängeschild für die Kolpingarbeit im Landkreis.

Dumstorff wurde in Bunnen geboren, lernte in Münster das Schneiderhandwerk und übernahm nach dem Tod seines Vaters einen Schneidereibetrieb mit Manufakturwarengeschäft. Im Jahr 1938 legte er die Meisterprüfung ab. Lange Jahre war er auch in der Zweigstelle der Oldenburgischen Landesbank tätig.

Bereits in jungen Jahren trat Dumstorff in den Katholischen Jugendverband ein, war Mitbegründer des DJK Sportvereins Bunnen und stieß schon bald zur Kolpingfamilie. Als es galt, nach dem Zweiten Weltkrieg die Kolping-Arbeit im Landkreis zu reaktivieren, stellte er sich ganz in den Dienst dieser Aufgabe. Als Bezirks-Senior betreute er die Kolpingfamilien von Barßel bis Bunnen und von Löningen bis Emstek, organisierte Bildungs- und Vorstandstage und war Mitbegründer des Kolping-Bildungswerkes im Land Oldenburg.

Mit Nachdruck vertrat er seine – von christlichem Geist geprägten – Grundsätze und zeigte sich engagiert und couragiert, wenn es um die Verwirklichung der christlichen Lehre ging. Jahrelang diente er als Kirchenprovisor und Mitglied des Pfarrgemeinderates von St. Michael Bunnen.

Seinen Partnern gegenüber zeigte er sich in freundschaftlicher Weise, stets fair und redlich bemüht, sein Gegenüber in sachlichem Dialog zu verstehen. Seine ehrenamtliche Tätigkeit geschah stets ohne großes Aufsehen.

Groß wird gewiss die Schar derer sein, die Josef Dumstorff an diesem Montag, 14.30 Uhr, auf seinem letzten Weg zur Beisetzung auf dem Bunner Friedhof das Geleit geben und sein Andenken auch über den Tod hinaus in Ehren halten.