Bunnen - Heinz Kessen-Albers ist jetzt im Anschluss an einen Gottesdienst in der St.- Michaels-Kirche für 70-jährige Mitgliedschaft in der Bunner Kolpingsfamilie geehrt worden. Während einer Feier, an der zahlreiche Mitglieder teilnahmen, überreichte ihm die Vorsitzende Ursula Többen eine Ehrenurkunde.
Erich Grünloh wurde für 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Weiterhin wurden Heinz Tepe, Erwin Grüss, Margarete Tepe-Holthinrichs und Willi Klatte für 40-jährige Treue zum Kolpingwerk geehrt. Paul Anneken, der ebenfalls 40 Jahre Mitglied der Kolpingsfamilie ist, konnte nicht teilnehmen.
Als nach Beendigung des 2. Weltkrieges allerorts im Landkreis Cloppenburg die Vereinstätigkeit langsam und unter schwierigen Umständen wieder auflebte, wurde nach einer Vorbereitungszeit von mehreren Monaten in Bunnen eine Kolpingsfamilie gegründet. Damals war es besonders der Tischlermeister Georg Brunnert, der sich für die Werbung von Mitgliedern engagierte, so dass Anfang des Jahres 1946 ein funktionsfähiger Vorstand die Arbeit aufnehmen konnte.
Pfarrer Franz Niehaus übernahm als Präses die geistliche Betreuung des neu gegründeten Vereins. Altsenior war Georg Brunnert, den Posten als Senior (1. Vorsitzender) übernahm der Schneidermeister Josef Dumstorff, der später als Bezirks-Senior die Kolpingsfamilien zwischen Barßel und Bunnen und zwischen Löningen und Emstek betreute. Die für damalige Begriffe weiten Entfernungen legte er bei jeder Witterung mit dem Motorrad zurück. Die Finanzen des Vereins wurden vom Tischlermeister Bernhard Holtkemper verwaltet, und zum Schriftführer wählte man Clemens Dumstorff.
Gleichzeitig wurden 32 Mitglieder aufgenommen. Eine sehr respektable Zahl für ein kleineres Kirchdorf, zumal zu dieser Zeit nur Handwerksgesellen und Meister in den Verein aufgenommen wurden. Nur ein Jahr später, also vor 70 Jahren, fasste auch der frisch gebackene Schmiedegeselle Heinz Kessen-Albers den Entschluss, dem Werk des Gesellenvaters beizutreten.
