Die Herbstzeit hat begonnen. Bernd Gillerke, Gärtnermeister und Inhaber einer Baumschule aus Bookholzberg, gibt Tipps, worauf Gartenbesitzer achten können und welche Pflanzen in der vergangenen Saison besonders nachgefragt wurden.
Herr Gillerke, welche Tipps können Sie Gartenbesitzern geben, die ihren Garten bereits winterfest machen wollen?
gillerke Gehölze wie die japanische Zierkirsche, Blutpflaume oder ähnliche sollten direkt nach der Blüte beschnitten werden. Denn wenn jetzt im Herbst der Blütenansatz mit entfernt wird, fällt die Blütenpracht im kommenden Jahr geringer aus. Dadurch gibt es auch weniger Nahrungsquellen für Insekten im Frühjahr. Letztendlich ist es aber jedem Gartenbesitzer überlassen, wann er den Baumschnitt vornimmt. Zudem sollten frostempfindliche Kübelpflanzen wie Fuchsien rechtzeitig vor den ersten Nachtfrosten im Oktober unter Dach gestellt oder frostfrei untergebracht werden.
Welche Pflanzen waren in diesem Jahr besonders gefragt?
gillerkeIn diesem Jahr gab es keine speziellen Gehölze oder Pflanzen, die besonders beliebt waren. Was in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist, ist die Nachfrage nach Beerenobst und Obstbäumen, bei denen der Kunde selbst etwas ernten kann. Aber auch Stauden, die eine lange Blütezeit haben, oder ein besonders schönes Blatt in Rot, Silbrig oder Gelb aufweisen, werden nachgefragt.
Wie lässt sich auch für die kältere Jahreszeit ein abwechslungsreicher Garten gestalten?
GillerkeIm Herbst gibt es immergrüne Pflanzen mit abwechslungsreicher Färbung. Auch Gräser oder Nadelgehölze mit farbigen Nadeln bieten sich an. Wo viele Formen und Farben zusammenkommen, sieht auch im Winter ein vielfältiger Garten gut aus. Gehölze, die im Wuchs sehr interessant sind oder eine rote Gehölzfarbe besitzen, eignen sich ebenfalls. Zudem bieten sich Gehölze mit interessantem Fruchtschmuck an, die im Herbst als Nahrungsquelle für Vögel dienen können.
