Lemwerder - Autos wurden an diesem Wochenende von der Hauptstraße Lemwerders verbannt, um Platz für die Menschen zu machen, die den Nikolausmarkt genießen wollten.
Bereits am Freitagnachmittag begann die vorweihnachtliche Veranstaltung, die mit insgesamt 41 Buden und Zelten lockte. Der Auftritt der „Harmonikafreunde“ im Festzelt neben der Neuen Apotheke startete jedoch zunächst vor fast leeren Bänken und auch auf der Straße suchte man zunächst vergebens nach Menschenmassen. In dem Budendorf auf dem Rathausplatz hatten sich am Freitagabend, im Gegensatz zum Folgetag, nur eher wenige Besucher eingefunden.
Viel los am Sonnabend
Marcel Mantau hat seit einigen Jahren mit seiner Losbude einen Stammplatz dort und schon viele seiner jungen Kunden heranwachsen sehen, wie er sagte. Unzufrieden war der junge Mann aus Ganderkesee mit dem etwas verhaltenem Marktauftakt aber nicht. „So kann man sich wenigstens mal mit den Leuten unterhalten“, fand er und überreichte Alina, die gerade eine Niete gezogen hatte, einen Trostpreis.
Weitaus voller war es am Sonnabend, wo viele Vereine und Gruppen für weihnachtliche Atmosphäre gesorgt hatten. Ein Publikumsmagnet war der große Basar im Rathaus. Im Keller lud das DRK mit einer geselligen Kaffeetafel zum Aufwärmen ein. In der Etage darüber gab es jede Menge Geschenkideen. Rita Kosmal und ihre Mutter Ursula Siemer lieben es, zu handarbeiten. Sie waren das erste Mal dabei. Unzählige, bunte Stricksocken, Mützen aber auch viele dekorative Hadanger-Decken oder Getöpfertes stapelten sich auf ihrem Tisch. „Es wurde Zeit, dass wir etwas von unseren vielen Handarbeiten verkaufen, denn irgendwann haben wir sonst zu Hause gar keinen Platz mehr“, lachte Rita Kosmal.
Am Glücksrad der AWo lockten Irma Claußen und Kai Ammermann mit vielen kleinen Gewinnen und gaben einen Einblick in die Arbeit der gemeinnützigen Organisation. Draußen auf dem Rathausplatz konnte man dagegen an der Bude des LTV sein Geschick beim Tennisspielen ausprobieren. Dort, wo in den Jahren zuvor das Karussell seine Runden drehte, verloste die NWZ Tankgutscheine. Die Taekwon-Do-Gruppe von Olaf Krieg sorgte für Unterhaltung.
Viel Musik
Beim SV Lemwerder gab es selbstgemachten Punsch und eine Bastelecke, wo die Kinder Windlichter fertigen konnten. Die Feuerwehr hatte mitten auf der Straße eine „Schokokusswurfmaschine“ aufgebaut und der Förderverein stellte die neue Broschüre vor, in der es in vier Sprachen um die Ursachen und die Vermeidung von Bränden geht.
Für die musikalische Unterhaltung sorgten der Stedinger Shanty-Chor und der Posaunenchor, der an mehreren Stellen auftrat.
