Burhave - 150 Zuhörer hatten einen tollen Abend in der „Lüchterkark“, in die die Mitglieder der Folk-Gruppen Laway, Triangel und Lakejoca jetzt die St.-Petri-Kirche in Burhave verwandelten. Das knapp zweistündige Konzert glich einer musikalischen Weltreise, die an Vielfältigkeit kaum zu überbieten war.
Das Programm beinhaltete Musikstücke und -interpretationen aus den verschiedensten Epochen und Genres, darunter klassische Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Franz Schubert, zudem Folk, Shantys, Flamenco, Volksmusik, Country und Pop, wobei sich jedes einzelne Stück sehr gut in die winterliche Jahreszeit einfügte.
Die Lieder erklangen in acht verschiedenen Sprachen – angefangen bei Latein wie in dem bekannten Kirchenlied „In dulci jubilo“ aus dem 15. Jahrhundert bis hin zur plattdeutschen Mundart in dem ursprünglich aus Kanada stammenden Weihnachtsshanty „Na Bethlehem ik gah“. Immer wieder boten die acht Musikerinnen und Musiker aber auch sehr gekonnte Instrumentalstücke. Der sehr schön zusammengestellte Mix kam so gut an, dass das Publikum bei den schnelleren Stücken begeistert im Rhythmus mitgeklatschte.
Das gilt besonders für die zweite Konzerthälfte, in der die Gruppe unter anderem den Sommerhit „Bella Ciao“ spielte, dessen Melodie im frühen 20. Jahrhundert von italienischen Reispflückerinnen gesungen wurde.
Für besonders große Begeisterung sorgte ebenfalls die von der Mezzosopranistin Carmen Bangert vorgetragene „Carmen Suite“ aus George Bizets Oper „Carmen“.
Die musikalische Weltreise führte das achtköpfige Ensemble von Norddeutschland aus nach Skandinavien, über den Atlantik bis nach Neufundland, durch Lateinamerika und über Spanien, Frankreich und England und schließlich zurück in die kleine Kirche im ostfriesischen Nüttermoor nahe Leer, in der die Konzertreihe „Musik in d’ Lichterkark“ vor 17 Jahren geboren wurde.
Passend zum Thema der Lichterkirche war die atmosphärische Beleuchtung der St.-Petri-Kirche mit Kerzen, Laternen und dem riesigen Weihnachtsbaum neben dem Altar. Abgerundet wurde das perfekt zur Jahreszeit passende Stimmungsbild durch die Worte von Pastor Klaus Braje, der auf die Heiligen drei Könige einging, denen letztlich ein einfacher Knecht den rettenden Weg wies.
