BUTJADINGEN - Butjenter Paare bekommen wieder mehr Kinder. Damit liegt das Ferienland – anders als Nordenham – voll im Trend. Deborah Meinke vom Einwohnermeldeamt im Rathaus hat im vergangenen Jahr insgesamt 35 Neugeborene aus Butjadingen registriert – 9 mehr als 2009 und 3 mehr als 2008.
Zwei Mal Johanna
Im vergangenen Jahr sind deutlich mehr Jungen (22) als Mädchen(13) zur Welt gekommen. Wenn sich Elternpaare bei der Wahl des Namens an Moden orientiert haben sollten, dann ist jedes Paar einer anderen Mode gefolgt. Denn Favoriten gibt es nicht. Bei den Mädchen gibt es zwei Johannas sowie eine Marie und eine Marie-Christine. Bei den Jungen gibt es gar keine Gleichheit, bestenfalls eine Ähnlichkeit zwischen Tyl und Till Henry.
Ansonsten gibt es eine große Vielfalt von Kindernamen von A wie Anton über M wie Marius und Mila Sophie bis zu Z wie Zoe. Eines der 35 Kinder ist übrigens tatsächlich in der Gemeinde Butjadingen geboren worden.
Auch wenn die Zahl der Babys zugenommen hat, ist die Zahl der Einwohner weiter geschrumpft, wie Deborah Meinke sagt. Ende 2010 hat sie noch exakt 6291 Butjenter gezählt, 27 weniger als Ende 2009. Dazu haben auch die 48 Todesfälle beigetragen, die der Standesbeamte Thorsten Gebauer registrieren musste. 2009 waren es genau 50 Todesfälle gewesen.
Wieder beliebter in Butjadingen ist das Heiraten. 39 Paare sagten im vergangenen Jahr auch vor Gesetz ja zueinander. 2009 waren es 35 gewesen, 2008 ebenfalls 39. Das sind gute Zahlen, denn im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre haben sich in Butjadingen nur 32 Paare das Jawort gegeben, hat Thorsten Gebauer ausgerechnet.
Hochzeitsscheune gefragt
Die meisten Paare, nämlich 24, gaben einander im Rathaus das Eheversprechen. 14 Paare wählten für diesen Schritt die Hochzeitsscheune von Annemarie Cornelius in Seeverns aus, und 1 Paar lief auf dem Motorschiff Wega II des Kapitän-Ehepaars Reinhild und Dieter Nießen in den Hafen der Ehe ein. Als Standesbeamte waren neben Thorsten Gebauer auch Meinert Cornelius, Axel Linneweber und Kerstin Cremer tätig.
Überwiegend halten die Ehepaare an der Tradition fest und wählen den Nachnamen des Ehemannes als Familiennamen: Insgesamt 27 Mal ist das im vergangenen Jahr so gehandhabt worden. Nur vier Mal wählten die Paare den Nachnamen der Frau als gemeinsamen Namen.
Für eine Feriengemeinde wie Butjadingen nicht ungewöhnlich: Bei fast jeder zweiten Trauung treten Touristen vor den Standesbeamten. Immer mehr Feriengäste entscheiden sich dafür, in Butjadingen zu heiraten. Dieser Tendenz, sagt Thorsten Gebauer, habe die Hochzeitsscheune in Seeverns einen weiteren Schub gegeben.
