BUTJADINGEN - Der Trend nach oben ist auch in Butjadingen gebrochen. Im vergangenen Jahr freuten sich auf der grünen Halbinsel nur noch 25 Eltern über Babyglück. 2010 hatte Deborah Holz vom Einwohnermeldeamt im Rathaus noch 35 Neugeborene registriert. Jetzt liegt Butjadingen wieder auf dem Stand von 2009.
Wieder mehr Mädchen
Auch ein anderer Trend wurde im vergangenen Jahr gebrochen: 14 der 25 Neugeborenen waren Mädchen, nur 11 waren Jungen. 2010 hatte es 22 Jungen und 13 Mädchen gegeben. Aber genau wie 2010 gab es bei den Vornamen keinen Favoriten: Nur ein einziger Name wurde zwei Mal vergeben – Jan.
Wenn es bei Vornamen in Butjadingen einen Trend gibt, dann diesen: Am liebsten vergeben die Eltern Namen, die mit L oder mit J anfangen – unabhängig davon, ob das Kind ein Mädchen oder ein Junge ist. Die Neugeborenen des Jahres 2011 heißen Lana, Laura, Lea, Leo, Lias, Lina, Loona (sprich: Luna), Luis und Luise oder Jan, Joris und Johanna.
Die meisten Kinder wurden im Juni geboren, sagt Deborah Holz, nämlich 6. Im September kamen 4 Kinder von Butjadinger Eltern zur Welt.
Angesichts der geringen Zahl von Neugeborenen wundert es nicht, dass die Zahl der Butjenter insgesamt weiter zurückgeht: Am 31. Dezember 2011 waren noch genau 6240 Bürger mit erstem Wohnsitz in Butjadingen gemeldet – 51 weniger als 2010 und 78 weniger als 2009.
Dazu trugen wesentlich die 93 Todesfälle unter Butjadinger Bürgern bei, die Deborah Holz 2011 notierte. 46 Männer und 47 Frauen starben. Im Gebiet der Gemeinde stellte das Standesamt 59 Todesfälle fest, 9 mehr als 2010. Die übrigen Butjenter Bürger starben außerhalb der Gemeindegrenzen.
Anders als viele andere Gemeinden freut sich das Ferienland Butjadingen immer noch über einen Wanderungsgewinn. 317 Bürger zogen aus der Gemeinde weg, aber 338 kamen neu hinzu, sagt Deborah Holz. Dabei handelt es sich vor allem um Rentner, die eine Ferienimmobilie in Butjadingen besitzen und sie in ihrem Ruhestand ständig bewohnen. Die zweite große Gruppe sind Arbeitnehmer von außerhalb, die in der Touristikbranche einen Job finden.
Einen Zuwachs gibt es auch bei den Hochzeiten: Die 5 Standesbeamten trauten im vergangenen Jahr 43 Paare – 4 mehr als 2010. Die meisten Paare, nämlich 24, haben ihren Wohnsitz nicht in Butjadingen, sagt der Standesbeamte Thorsten Gebauer.
Einen großen Aufschwung gab es für die Hochzeitsscheune von Annemarie Cornelius in Seeverns: 25 Paare gaben einander im ländlichen Ambiente das Jawort – 11 mehr als 2011. Darunter litt vor allem das Rathaus, in dem sich nur noch 17 Paare – 7 weniger als 2010 – das Eheversprechen gaben. Genau wie 2010 lief nur 1 Hochzeitspaar auf der MS Wega II in den Hafen der Ehe ein.
Bei der Auswahl des Familiennamens hielten die Paare die Tradition hoch: 36 Mal entschieden sie sich für den Nachnamen des Mannes, 3 Mal für den Nachnamen der Frau, 4 Hochzeiter behielten ihre Familiennamen und 1 Ehepartner nahm einen Doppelnamen an.
Neue Standesbeamte
Durch das Ausscheiden von Meinert Cornelius ist die Zahl der Standesbeamten nicht gesunken. Stattdessen werden Kerstin Cremer, Axel Linneweber und Thorsten Gebauer nun von zwei weiteren Kollegen unterstützt: Der eine ist Bürgermeister Rolf Blumenberg, die andere ist Deborah Holz aus dem Einwohnermeldeamt. Sie hat übrigens im vergangenen Jahr selbst geheiratet – und den Namen ihres Mannes angenommen.
