BUTJADINGEN - Kultur auf dem Lande fördern durch Herausstellen von Aktivitäten in Butjadingen und Impulse von außerhalb – das hat sich der Arbeitskreis „Gezeiten“ auf die Fahnen geschrieben. Das Programm der 24. Butjadinger Kunst- und Kulturwochen Gezeiten vom 3. bis 20. September liegt jetzt vor. Zu den Neuerungen zählt: Erstmals wird eine Gezeitenwoche im Museum in Fedderwardersiel eröffnet – mit der Sonderausstellung „Spielräume – Spielarten“.
Diese Eröffnung findet statt am Donnerstag, 3. September, um 11 Uhr. Die Begrüßungsworte spricht Dr. Marlene Laturnus. Grußworte sprechen Landrat Michael Höbrink und Butjadingens Bürgermeister Rolf Blumenberg. In die Ausstellung führt Museumsleiterin Gabriele Speckels ein.
„Ist Kultur heute noch lebensnotwendig?“ lautet der Titel des Vortrags, den Jörg Michael Henneberg hält (stellvertretender Geschäftsführer der Oldenburgischen Landschaft). Für Musik am Klavier sorgt Sören Suhr. Gezeigt werden Bildgewebe von Ursula Jäger und Objekte von Theresia Gerding. Der Eintritt ist frei.
Wie bereits berichtet, heißt anlässlich der 24. Gezeiten-Wochen ein ganz neues Angebot: „Es darf geläutet werden“, am Sonnabend, 12. September. Dabei handelt es sich um eine Glocken-Tour durch Butjadingen. Die Teilnehmer erfahren viel über die Geschichte der Glocken der einzelnen Kirchen.
Glocken-Tour
Die Tour startet am 12. September um 8.30 Uhr bei der Eckwarder Kirche und dauert acht Stunden. Anmeldungen werden erbeten im Museum in Fedderwardersiel unter 04733/8517.
Anmeldungen sind auch bereits möglich für dieses neue Angebot: kreativ-meditativer Tanz zum Mitmachen. Geleitet wird diese Veranstaltung von der in Butjadingen lebenden Schauspielerin Sylva Springer.
Der Kurs findet statt am Dienstag, 8. September, von 19.30 bis 22.30 Uhr im katholischen Kommunikationszentrum „Oase“ an der Strandallee im Nordseebad Tossens. Anmeldungen nimmt Sylva Springer an unter 04736/611.
Zu den Höhepunkten der 24. Gezeiten zählt ein Jubiläum: 30 Jahre Galerie „Am Wehlhamm“ in Ruhwarden. „Orte der Sehnsucht“ heißt die Jubiläumsausstellung, die am Sonnabend, 5. September, um 17 Uhr in Ruhwarden eröffnet wird. 20 Maler und Grafiker präsentieren ihre Werke zu diesem Thema.
„Von der Galerie ist ein ganz erheblicher Schub für die Gezeiten ausgegangen“, sagt Renate Knauel. Sie gehört zum elfköpfigen Gezeiten-Team. Unter Leitung von Klaus Trolldenier arbeiten außerdem im Gezeiten-Team mit: Gisela Baars, Pfarrer Alfons Kordecki, Elisabeth Kronenberg, Dr. Marlene Laturnus, Heike Martens, Sylva Springer, Sören Suhr, Silke Trolldenier und Michael Wojczak.
Zuschuss der Gemeinde
Finanziert werden die Gezeiten-Veranstaltungen durch Eintrittsgelder und den Zuschuss der Gemeinde. Die Gemeinde hat ihren Jahreszuschuss jedoch von 2000 auf 1500 Euro reduziert, so dass der Arbeitskreis für die 24. Gezeitenwochen „an allen Ecken und Enden knapsen musste“, berichtet Renate Knauel.
Umso mehr erweist sich daher wiederum als Vorteil die Zusammenarbeit mit der FDP-nahen Rudolf-von-Bennigsen-Stiftung. Diese Stiftung ermöglicht auch 2009 eine besondere Gezeiten-Veranstaltung. „Piraten auf den Weltmeeren – Altes Problem neu erlebt“ lautet der Veranstaltungstitel am Dienstag, 15. September, um 20 Uhr im Museum in Fedderwardersiel. Es referiert Militärdekan Georg Kaufmann.
