Cäciliengroden - Wie geht es weiter mit dem Dorfgemeinschaftshaus Cäciliengroden?
Im Sander Rathaus hat man daran Zweifel, dass das Dorfgemeinschaftshaus notwendig ist: Es wird viel zu wenig genutzt, verursache dennoch hohe Betriebskosten, zudem hat sich größerer Sanierungsbedarf aufgetürmt, den die klamme Gemeinde kaum noch stemmen kann.
Und dann ist da noch die evangelische Kirchengemeinde Sande, die ihrerseits große finanzielle Probleme hat und sich sorgenvoll Gedanken macht, was aus ihren beiden Gemeindehäusern in Sande und in Cäciliengroden werden soll. Gelingt, wie Kirchengemeinde und Bürgermeister Stephan Eiklenborg bereits signalisiert haben, eine intensivere Zusammenarbeit, dann hätten alle Seiten was davon: Der Kirchenstandort Cäciliengroden wäre wohl für viele weitere Jahre gesichert, somit auch das ev. Gemeindehaus. Und den Bürgern Cäciliengrodens bliebe wenigstens eine Begegnungsstätte erhalten.
Entscheidung erst 2021
Sandes Politik ist in der Frage des Dorfgemeinschaftshauses bisher noch zu keinem Ergebnis gekommen: Und nach Lage der Dinge passiert das dieses Jahr auch nicht mehr. Denn die zweite Lesung des Haushalts 2021 und die Ratssitzung dazu wurde auf Anfang 2021 verschoben, so SPD-Fraktionsvorsitzender Achim Rutz. Grund für die Vertagung ist der Kreis-Haushalt, dessen Beschluss die Politik in Sande abwarten will.
Einer Kooperation mit der Kirchengemeinde zu den Gemeindehäusern steht die Fraktion grundsätzlich positiv gegenüber, so Rutz. Dadurch würden Veranstaltungsräume für Gruppen, Vereine sowie Bürgerinnen und Bürger bereitgestellt, die insbesondere im Sander Ortskern so nicht mehr bestehen. Eine Entscheidung darüber sei abhängig von den Details eines Nutzungsvertrags, sagt Rutz.
Die Kräfte bündeln
Die Kirchengemeinde hat unterdessen Ausführungen des Bürgermeisterkandidaten Thomas Hein und dessen Ehefrau und Siedler-Vorsitzenden Christel Hein widersprochen. Sie stellen Kosten und Nutzen einer Zusammenarbeit von Kirche und Gemeinde Sande zum Preis der Aufgabe des Dorfgemeinschaftshauses in Frage.
Die Kirchengemeinde kann ihre Häuser in Cäciliengroden und Sande nur mit einem starken Partner erhalten. Findet sich keiner, steht der Kirchenstandort Cäciliengroden zur Disposition, mahnen Gemeindekirchenratsvorsitzende Astrid Kasjens und Pfarrer Jörg Zimmermann.
Sie sagen: „Es gilt zu retten, was zu retten ist.“ Es sei daher sinnvoll, die Kräfte zu bündeln, realistisch den Bedarf zu ermitteln und dann zu einer Lösung zu kommen, die wenigstens für die nächsten zehn Jahre trägt. Das wäre an Planbarkeit in heutiger Zeit gar nicht wenig.
