CAPPELN - Die Umstrukturierung der traditionellen Cappelner Kirmes zu einem Mittsommernachtsfest ist offensichtlich geglückt. Dafür spricht nicht zuletzt die Zahl der Besucher, die an zwei Tagen den Dorfplatz an Kösters Weg als neuen Veranstaltungsort besuchten und ein tolles Programm erlebten.
Die Gemeindeverwaltung sowie zahlreiche Vereine des Ortes begeisterten die Besucher mit neuen Ideen und attraktiven Aktionen. Darüber hinaus sorgte der in die Natur eingebundene Dorfplatz für eine passende Kulisse und für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Zum Auftakt des Programms gab es ein Torwandschießen für die Kinder, und zur offiziellen Eröffnung Freibier von Bürgermeister Reinhold Grote für die Erwachsenen. Für musikalische Unterhaltung sorgte der Musikverein „Harmonie“ unter der Leitung von Dieter Bührmann. Abends herrschte eine prächtige Stimmung beim Tanz zu den Klängen der Band „Union Four“. Zu später Stunde wurde zu den Klängen der Jagdhornbläsergruppe des Cappelner Hegerings ein Mittsommernachtsfeuer entfacht.
Der zweite Festtag bot eine breit gefächerte Palette von Aktionen für alle Altersgruppen. Während sich viele Besucher nach einem Bummel über den Festplatz zu einem Plausch bei Kaffee und Kuchen im Zelt einfanden, versuchten die Kinder auf einem Trödelmarkt ihr Taschengeld aufzubessern. Für die jüngeren Besucher war es eine besondere Freude, beim Kistenstapeln Mut und Geschicklichkeit zu beweisen.
Beachtliche Höhen
Mit Gurten gut abgesichert, erreichten viele beachtliche Höhen. Das Jugendorchester des Musikvereins, Leitung Brigitte Hasenkamp, erntete den Beifall der Zuhörer. Interesse fanden auch ein Film sowie eine Fotoausstellung von der 850-Jahr-Feier in Cappeln.
Ein ganz besonderer Höhepunkt bot sich am Abend, als sechs Vereine mit selbst gebauten Exemplaren zum Boots- und Floßrennen auf dem Dorfteich antraten. Vor großer Zuschauerkulisse erreichten die „Kanuten“ keine olympischen Bestmarken, sorgten dafür aber für eine große Gaudi. Es kam auch schon vor, dass eine Crew mit dem Wasser des Dorfteichs Bekanntschaft machte. Es gewann der Heimatverein in der Zeit von einer Minute und einer Sekunde. Es folgten die Kyffhäuser Kameradschaft (1,16), die Siedlergemeinschaft (1,24), der Cäcilien-Chor (1,25), „Die Gertrud“ (1,53) und der Musikverein (2,35). Den Sonderpreis für das originellste Boot erhielt die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Cappeln.
Bührmann und Debbeler
Unter der Regie von Dieter Bührmann und Moderator Aloys Debbeler wurde die Veranstaltung zügig abgewickelt. Für die nötige Sicherheit sorgte die DLRG-Ortsgruppe Emstek. Viel Beifall erhielten die „Hengeler Weend Bloazers“ aus Holland für ihre musikalischen Darbietungen.
Zum Festausklang traf man sich noch einmal zu Tanz und Unterhaltung mit der Gruppe „Sound Mix“.
